Trauer um David Bowie

in memoriam

David Bowie
1947 – 2016

Für Millionen Fans weltweit völlig unfassbar hat sich heute die Nachricht vom Tod eines der bekanntesten Künstler der Gegenwart bestätigt. Wie auf seinen offiziellen Social-Media-Kanälen bekanntgegeben wurde, starb David Bowie gestern, am 10. Januar 2016, im Kreis seiner Familie, nur zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag und der Veröffentlichung seines neuen – und nun letzten – Albums Blackstar. Damit verlor er einen anderthalbjährigen Kampf gegen eine Krebserkrankung, die er nicht öffentlich gemacht hatte.

Bowie, der bürgerlich David Robert Jones hieß, brachte sein Debütalbum 1967 heraus, und machte erstmals zwei Jahre später mit der Weltraumballade „Space Oddity“ auf sich aufmerksam. Für viele bis heute seine kreativste Schaffensphase hatte der wegen seiner großen Wandlungsfähigkeit und dem Drang, sich stets neu zu erfinden, oft als „Chamäleon des Pop“ bezeichnete Brite in den 1970ern, als er den Glam Rock mitbegründete, den Drogen verfiel und eine Weile auch in West-Berlin lebte. Großen kommerziellen Erfolg verbuchte er in den 1980ern mit eingängigen Pop-Songs wie „Let’s Dance“ oder „China Girl“.

Nicht nur musikalisch zeigte er sich immer experimentierfreudig, sondern war auch anderweitig künstlerisch interessiert und aktiv, etwa als Maler oder Schauspieler. Zudem avancierte er in seinen diversen Schaffensphasen nicht selten zur Stilikone. David Bowie hatte viele Gesichter und noch mehr Facetten, war genialer Musiker, alleinerziehender Vater – sein Sohn aus erster Ehe ist der Regisseur Duncan Jones –, schillernde Persönlichkeit und Gentleman. Die Welt hat mit ihm einen ganz Großen verloren. (TD)


David Bowies offizielle Webseite

Kurzbiografie David Bowies auf Wikipedia