Mein erstes Buch auf Deutsch – Ruth Axtell und „Esperanzas Weg“

In dieser Rubrik stellen wir fremdsprachige Autoren vor, von denen erstmals ein Buch ins Deutsche übersetzt wurde. Diesmal zu Gast ist Ruth Axtell mit ihrem deutschsprachigen Debüt Esperanzas Weg, das bei Francke erschienen ist.

Cover - Axtell, Ruth - Esperanzas Weg - Francke

 

Maine 1892: Esperanza Estrada träumt davon, mehr aus ihrem Leben zu machen. Seit Jahren sehnt sie sich nach höherer Bildung und schwärmt für den Erben des örtlichen Sägewerks. Doch die Einwanderertochter ist auf der falschen Seite der Stadt aufgewachsen. Früh musste sie die Schule verlassen, um sich um ihre zehn jüngeren Geschwister zu kümmern, und so arbeitet sie nun in einer Konservenfabrik. Als sie die Gelegenheit erhält, als Haushaltshilfe bei den wohlhabenden Stocktons anzufangen, ist Espy überglücklich. Denn Mr Stockton ist Professor an der örtlichen Schulakademie und sie darf sich nicht nur seine Bücher ausleihen, sondern er gibt ihr sogar Privatunterricht. Mit einem Mal scheint ihr Ziel zum Greifen nah – zumal der Mann ihrer Träume endlich Notiz von ihr nimmt. Doch dann macht ein böses Gerücht die Runde …

 

Über mich:
Mein Name ist Ruth Axtell und ich lebe im amerikanischen Bundesstaat Maine.

Wie ich Autorin wurde:
Das begann, als ich ein kleines Mädchen war und lesen lernte. Von da an wollte ich Bücher schreiben wie die, die ich las.

Mein erstes Buch auf Deutsch:
„Esperanzas Weg“ heißt im Original „Her Good Name“ und wurde im August 2012 vom amerikanischen Verlag River North/ Moody veröffentlicht. Es ist ein christlicher historischer Liebesroman und handelt von einer jungen Frau aus ärmlichen Verhältnissen, die in den begehrtesten Junggesellen der Stadt verliebt ist.

Autorenfoto von Ruth Axtell
Autorenfoto von Ruth Axtell

Von der Idee bis zum Buch:
Die Ideen zu vielen meiner Geschichten entstehen, während ich an einem anderen Buch arbeite und anfange, über das Leben einer Nebenfigur nachzudenken. Das ist mir auch bei meinem Roman „Lilac Spring“ so ergangen, der unter dem Namen Ruth Axtell Morren veröffentlicht wurde. Warren, der Held aus „Esperanzas Weg“, hatte darin einen kurzen Auftritt und ich sinnierte darüber, was für eine Frau wohl die Richtige für ihn wäre. Da hatte ich die Idee zu Esperanza, kurz Espy, und die Geschichte entwickelte sich.

Wie ich herausfand, dass ein deutscher Verlag die Rechte an meinem Buch gekauft hatte:
Das habe ich erst kürzlich erfahren, nämlich als ich die Anfrage zu diesem Interview erhielt.

Was das für ein Gefühl war:
Ich habe mich sehr gefreut. Es gibt schon ein paar Übersetzungen von mir auf Niederländisch, Polnisch oder auch Italienisch. Ich finde es schön, wenn meine Geschichten einem breiteren Publikum zugänglich werden.

Wie ich von der Veröffentlichung erfuhr:
Kurz nachdem ich die Interviewfragen erhalten hatte, bekam ich ein Päckchen mit einigen Belegexemplaren der deutschen Übersetzung zusammen mit einem Brief meines amerikanischen Verlags, der die Auslandslizenz verkauft hatte. Ein Veröffentlichungstermin war darin nicht angegeben.

Das deutsche Cover:
Die Frau auf dem Cover sieht nicht so aus, wie ich mir meine Heldin vorgestellt habe, aber als Autorin habe ich gelernt, mir darüber kein Kopfzerbrechen zu machen. Grafiker, Lektoren und andere Verlagsmitarbeiter haben eben ihre eigenen Vorstellungen von einer Geschichte.

Wo ich mein Belegexemplar aufbewahren werde:
Bei all den anderen Exemplaren meiner Bücher. Ich habe schon etwa zwanzig Titel veröffentlicht.

Ruth Axtell mit einem Belegexemplar von ESPERANZAS WEG aus dem Francke Verlag
Ruth Axtell mit einem Belegexemplar von ESPERANZAS WEG aus dem Francke Verlag

Die ersten Leserreaktionen:
Noch habe ich nichts zum deutschen Buch gehört.

Was ich meinen deutschsprachigen Lesern sagen möchte:
Ich wünsche mir, dass sie mehr meiner Bücher lesen können, aber Übersetzungen liegen leider außerhalb meiner Kontrolle. Doch ich möchte gerne noch anmerken, dass viele meiner Romane miteinander verknüpft sind, auch wenn man sie gut einzeln lesen kann. Wenn den Lesern „Esperanzas Weg“ gefällt, hoffe ich deshalb sehr, dass sie eines Tages auch „Wild Rose“, „Lilac Spring“ und „The Lady and the Logger“ auf Deutsch lesen können.

Meine Webseite:
www.ruthaxtell.com
Auch bei Facebook bin ich zu finden. Ansonsten habe ich momentan keine Pläne für weitere Internetpräsenzen, denn es fällt mir jetzt schon schwer, die bestehenden immer aktuell zu halten.


Cover © Francke
Fotos © Ruth Axtell

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