Kurz nachgehakt bei Stephanie Bond zu ihrem Online-Fortsetzungsroman „Komagirl“

In unserer Rubrik „Kurz nachgehakt“ stellen wir Autoren jeweils drei Fragen zu einem Thema, das für sie gerade aktuell ist. Heute verrät uns Indie-Bestsellerautorin Stephanie Bond, was es mit ihrem Online-Fortsetzungsroman Komagirl auf sich hat.

Bond, Stephanie - Komagirl Teaser-Banner

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen täglichen Fortsetzungsroman zu schreiben? Und was brachte Sie dann auf „Komagirl“, die Geschichte von Marigold Kemp, die nach einem Unfall im Krankenhaus „erwacht“ und feststellen muss, dass sie im Koma liegt, obwohl sie um sich herum alles wahrnimmt?
Ich war schon länger besessen von der Idee, eine Geschichte als Fortsetzungsroman zu schreiben, nur brauchte ich eine Weile, um ein Konzept mit täglichen Episoden zu entwickeln, das sich auch eignen würde, um später in Novellenform und zum Abschluss auch als längeres Buch veröffentlicht zu werden. Als ich das WIE ausgearbeitet hatte, konnte ich mich dem WAS widmen, also welche Art von Story am besten zu diesem Fortsetzungsformat passen könnte. Vor zwanzig Jahren hatte ich eine Geschichte über ein Mädchen, das im Koma liegt, an einen Verlag verkauft, der dann leider die Reihe, in der sie hätte erscheinen sollen, einstellte. Deshalb hatte ich das Buch nie beendet und die Idee landete in meiner Schublade. Mir wurde dann bewusst, dass die Story mit ein paar Änderungen ideal für mein neues Projekt wäre und so wurde „Komagirl“ geboren. Übrigens wurde die Geschichte inspiriert von einer meiner Grundschullehrerinnen, die mir vor vierzig Jahren erzählt hatte, dass sie als junge Frau nach einem Autounfall im Koma lag und alles mitbekam, was um sie herum passierte. Die Idee trug ich also schon seit Jahrzehnten mit mir herum, ohne dass ich damals überhaupt davon geträumt hätte, einmal Autorin zu werden und sie je zu verwenden.

Letztes Jahr haben Sie „Komagirl“ als kostenlosen Fortsetzungsroman für Ihre englischsprachigen Leser veröffentlicht. Welche Reaktionen haben Sie erhalten? Und was hat Sie veranlasst, ihn nun für Ihre deutschsprachigen Leser übersetzen zu lassen?
Ich war überwältigt, wie enthusiastisch meine englischsprachigen Leser die Geschichte und auch das Fortsetzungskonzept aufgenommen haben. Die deutschsprachigen Leser sind mein zweitgrößtes Publikum, deshalb wollte ich „Komagirl“ so schnell wie möglich auch auf Deutsch herausbringen. Und nun können sie seit dem 1. Juli auch täglich bis zum 31. Dezember eine kostenlose Episode auf meiner Webseite lesen.

Jede tägliche Episode ist genau 24 Stunden online. Was ist, wenn jemand eine Folge verpasst – oder gerne schneller weiterlesen würde? Und was ist mit Lesern, die lieber gedruckte Bücher mögen?
Da die sechs monatlichen Novellen, aus denen „Komagirl“ insgesamt besteht, exklusiv als E-Books bei Amazon erhältlich sind, darf ich jeweils nur die tagesaktuelle Episode kostenlos auf meiner Webseite zur Verfügung stellen. Alles andere wäre ein Verstoß gegen den Vertriebsvertrag. Aber keine Sorge, Leser, die erst später einsteigen, einen Tag verpasst haben oder gerne alle Episoden eines Monats in einem Rutsch lesen möchten, können jeden Monat die E-Novelle bei Amazon kaufen – oder bei Kindle Unlimited kostenlos lesen. Die aktuelle Novelle erscheint ab jetzt immer gleich am Anfang des jeweiligen Monats, von Juli bis Dezember. Und auch eine gedruckte Version von „Komagirl“ wird es geben, in der dann die gesamte Geschichte enthalten ist. Sie erscheint im Januar 2018, nachdem der Fortsetzungsroman beendet ist. Ich hoffe, dass Ihnen allen „Komagirl“ gefällt, und ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihren lesebegeisterten Freunden davon erzählen würden.


www.stephaniebond.com

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