Kurz nachgehakt bei Laura Wulff alias Sandra Henke zur Print-Veröffentlichung von „Opfere dich“

In unserer Rubrik „Kurz nachgehakt“ stellen wir Autoren jeweils drei Fragen zu einem Thema, das für sie gerade aktuell ist. Heute erzählt Sandra Henke über ihr Alter Ego Laura Wulff und die langersehnte Print-Veröffentlichung ihres bislang nur als E-Book erhältlichen Krimis Opfere dich.

Cover - Wulff, Laura - Opfere dich - WeltbildLaura Wulff ist das offene Pseudonym, das Sie für Ihre Krimis verwenden. Wie kamen Sie auf den Namen? Wieso verwenden Sie überhaupt verschiedene Pseudonyme? Und was ist eigentlich ein „offenes Pseudonym“?
Der Name entstand bei einem „konspirativen“ Treffen mit dem MIRA Taschenbuch Verlag auf der Frankfurter Buchmesse. Wir sprachen vorab über den ersten Band meiner „Zucker“-Krimireihe, „Leiden sollst du!“, und eben auch einen neuen Autorennamen, da Sandra Henke für Liebesromane mit und ohne Erotik steht. Krimis passen da nicht rein und da ein Autorenname wie ein Label funktioniert, dachten wir uns gemeinsam mein Krimi-Pseudonym aus. Es gab keinen Grund, niemandem zu verraten, dass ich das bin, daher handhaben Verlag und ich das offen.

„Opfere dich“ ist ein Einzelband und erschien ursprünglich im Sommer 2013 beim E-Book-Verlag dotbooks – und somit ausschließlich in digitaler Form. Jetzt kommt, zur Freude vieler Fans, fast vier Jahre später endlich auch eine gedruckte Version heraus als Lizenz bei Weltbild. Verstehen Sie Leser, die nur gedruckte Bücher lesen und enttäuscht sind, wenn ein Roman ausschließlich digital erhältlich ist?
Für mich als Leserin ist das kein Problem, denn ich lese aus gesundheitlichen Gründen inzwischen vorwiegend E-Books. Allerdings bin ich eine Cover-Fetischistin und Leseratte und liebe es, Printbücher in Händen zu halten und im Regal stehen zu haben. Das vermisse ich bei E-Books. Als Autorin möchte ich meinen Lesern beide Formate anbieten, daher freue ich mich sehr über die Weltbild-Ausgabe. Jeder soll selbst entscheiden, wie er gerne liest.

Unter Ihrem Alter Ego haben Sie zuletzt Anfang 2015 ein neues Buch veröffentlicht, „Töte und lebe!“, den dritten Fall für die Zuckers. Ist Laura Wulff bereits in Rente gegangen oder macht sie nur eine kreative Pause?
Man kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Meine Zeit ist begrenzt und ich muss mich entscheiden, welche Projekte ich umsetzen möchte und kann. Bisher war ich ja schon in einigen Genres und Subgenres unterwegs: Krimis, Liebesromane, Erotik (soft SM, erotic suspense, paranormal romance), Dystopie und ganz früher sogar Kinderbücher und Adelsromane. Das alles schreibe ich gerne und würde es auch weiterhin machen, aber auch mein Tag hat nur 24 Stunden. Daher konzentriere ich mich momentan auf Wohlfühlliteratur. Die Welt ist grausamer geworden, weshalb ich aktuell nicht über Grausamkeiten schreiben möchte und das sind Verbrechen nun mal. Aber ich habe noch das Exposé für einen romantischen Krimi in der Schublade. Es reizt mich schon, die Idee auszuformulieren.


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