Die BAFTA-Gewinner 2016

Am gestrigen Sonntag hat die British Academy of Film and Television Arts in London ihre Auszeichnungen für die besten Kinoproduktionen des Vorjahres verliehen. Die kurz BAFTAs genannten Preise gelten zwar eher als kleines Pendant der begehrten amerikanischen Oscars, die Ende des Monats in Los Angeles ausgehändigt werden, aber auch als letzter Gradmesser dafür.

The Revenant - Der Rückkehrer - FilmplakatWie erwartet war, wie schon bei den vorangegangenen Events der diesjährigen Filmpreis-Saison, der epische Western The Revenant – Der Rückkehrer der große Abräumer des Abends. Die schonungslose Überlebens- und Rachegeschichte heimste fast alle Preise, für die sie nominiert war, ein, so als bester Film, für den besten Regisseur Alejandro G. Iñárritu, den besten Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio und auch für den besten Kameramann Emmanuel Lubezki. In Sachen Filmmusik hatte der Favorit allerdings das Nachsehen. Hier gewann Altmeister Ennio Morricone für den Soundtrack zu Quentin Tarantinos The Hateful Eight.

Auch die übrigen Kategorien sorgten kaum für Überraschungsmomente. Beste Hauptdarstellerin wurde Brie Larson für Raum, beste Nebendarstellerin Kate Winslet für Steve Jobs und bester Nebendarsteller Mark Rylance für Bridge of Spies – Der Unterhändler, der davon profitierte, dass der in den USA für Creed – Rocky’s Legacy hoch gehandelte Sylvester Stallone bei den britischen Filmpreisen gar nicht in der engeren Auswahl war.

Als herausragender britischer Film des Jahres wurde das Einwandererdrama Brooklyn ausgezeichnet. Als bester Animationsfilm machte Alles steht Kopf das Rennen. Bester Newcomer wurde schließlich John Boyega alias Finn aus Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht.


Filmplakat © 20th Century Fox