Buchrezension Tess Gerritsen – Schwesternmord

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TESS GERRITSEN
Schwesternmord
Body Double
Band 4 der „Rizzoli & Isles“-Serie
Thriller
Juni 2005
Limes/ Blanvalet
HC, €21,90/ TB, €10,99/ E-Book, €9,99

 

 


Als die Pathologin Maura Isles von einer Konferenz nach Boston zurückkehrt, erwartet sie daheim ein enormes Polizeiaufgebot. Vor ihrem Haus wurde eine Leiche in einem Auto gefunden. Erst als sie einen Blick auf die Tote werfen kann, weiß sie, warum sie von allen Anwesenden wie ein Geist angestarrt wird: Die Ermordete gleicht ihr bis aufs Haar. Maura ermittelt auf eigene Faust und macht eine verstörende Entdeckung. Die Frau war ihre Zwillingsschwester Anna, die, genau wie sie selbst, als Baby adoptiert wurde. Annas gewalttätiger Ex-Freund gerät unter Verdacht. Tief im Herzen fürchtet Maura jedoch, dass ihr Zwilling das Opfer einer Verwechslung wurde und an ihrer statt sterben musste.

Erneut stellt die Autorin ihre Rechtsmedizinerin in den Mittelpunkt des Geschehens, was diesmal ein sehr viel besseres Ergebnis bringt als noch im schwächelnden Vorgängerband. Eindringlich wird beschrieben, wie Maura durch die Ermordung ihrer Schwester, die sie nie kennengelernt hat, mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert wird. Ihre Suche nach dem Mörder wird zu einer Reise in die Vergangenheit und der Erforschung der eigenen familiären Wurzeln. Was Maura dabei zutage fördert, lässt sie wünschen, nie von der eigenen Herkunft erfahren zu haben. Zwar liegen Tess Gerritsens Anfänge als Liebesromanautorin schon etliche Jahre zurück, dennoch haben die Protagonisten auch mit Beziehungsproblemen zu kämpfen. Während Detective Jane Rizzoli neben einem Ehemann auch bald ein Baby haben wird, hat Dr. Isles, die hier viel nahbarer wird, ihr Glück noch nicht gefunden. Romantische Gefühle für einen Priester und die Anziehung zu einem Polizisten bereiten ihr Kopfzerbrechen. In erster Linie ist der Roman aber ein Thriller mit Hochspannung. (TD)