Buchrezension Suzanne Brockmann – Im Netz der Schwarzen Witwe

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SUZANNE BROCKMANN
Im Netz der Schwarzen Witwe
Love With the Proper Stranger
Einzelband
Romantikthriller
April 2012
MIRA
TB, €8,99/ E-Book, €7,99

 

 


FBI-Agent John Miller ist einer skrupellosen Serienkillerin auf der Spur. Die Schwarze Witwe angelt sich alte oder kranke reiche Männer, bringt sie nach der Hochzeit um und verschwindet mit ihrem Geld und einer Locke ihres Haars. Jetzt ist eine Frau namens Serena Westford, die der Beschreibung entspricht, im Erholungsparadies Garden Isle in Georgia aufgetaucht, wo sie sich mit Marie Carver angefreundet hat. Die hat sich dort als Mariah Robinson einquartiert, um Abstand zu gewinnen von ihrem stressigen Job als Geschäftsführerin ihrer geerbten Softwarefirma, den sie niedergelegt hat, weil sie sich völlig ausgebrannt fühlt. Eines Tages läuft ihr Jonathan Mills über den Weg. Hinter dem krebskranken Millionär verbirgt sich der John, der die Mörderin aus der Reserve locken möchte. Der FBI-Agent, der als emotionsloser „Roboter“ gilt, verliebt sich auf den ersten Blick in Mariah, doch gemäß seines Auftrags muss er ihre Freundin für sich gewinnen.

Dass dieser Romantic-Suspense-Roman von Suzanne Brockmann im Original schon 1998 erschienen ist und erst fünfzehn Jahre später in der Übersetzung veröffentlicht wurde, merkt man ihm wahrlich nicht an. Im bewährten Kurzroman-Format entwirft die Autorin kurz und knackig eine mit Krimielementen angereicherte Story, die eine nicht alltägliche Dreiecksgeschichte in Gang setzt. Wer die Täterin ist, offenbart sich schon sehr früh. Die Spannung zieht sich hauptsächlich aus der Frage, ob es John gelingt, sie mit seiner Tarnung zu ködern, ohne dabei Mariah für immer zu verlieren. So gefühlskalt, wie seine Kollegen ihn bezeichnen, ist er nämlich überhaupt nicht, und das wird ihm in ihrer Nähe erstmals seit langem wieder bewusst. Ihre Beziehung ist leidenschaftlich und stürzt sie gerade wegen des über ihnen schwebenden Damoklesschwerts in ein intensives Wechselbad der Gefühle. Die vielen Geheimnisse heizen das turbulente Geschehen noch weiter an, sodass sich „Im Netz der schwarzen Witwe“ in Nullkommanichts verschlingen lässt. (TD)