Buchrezension Susan Wiggs – Der Geschmack von wildem Honig

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SUSAN WIGGS
Der Geschmack von wildem Honig
The Beekeeper’s Ball
Band 2 der „Bella Vista“-Serie
Gegenwartsliebesroman
Februar 2015
MIRA
TB, € 9,99/ E-Book, €7,99

 

 


In den letzten Monaten gab es einige Veränderungen auf der Apfelplantage Bella Vista im malerischen Sonoma Valley. Nachdem sie ihre Halbschwester Tess kennengelernt hat, von der sie nichts gewusst hatte, und ihr Großvater Magnus sich von seiner schweren Verletzung erholt hat, stürzt sich Isabel Johansen in ihr Projekt, die Hazienda in Archangel in eine exklusive Kochschule umzuwandeln. Bei ihrem ersten Versuch als Imkerin verpasst sie aus Versehen dem Journalisten Cormac „Mac“ O’Neill einen allergischen Schock. Diese erste Begegnung mit Tess‘ altem Bekannten ist nicht gerade ein guter Auftakt für seinen Aufenthalt bei der Familie als Magnus‘ Biograph. Doch so irritierend Mac auf sie wirkt, so anziehend findet sie den verschlossenen Witwer unglücklicherweise auch. Während die Lebensgeschichte ihres Großvaters aufgerollt wird und Tess in Hochzeitsvorbereitungen schwelgt, wird Isabel ausgerechnet an einen wunden Punkt aus ihrer eigenen Vergangenheit erinnert, den sie lange verdrängt, aber nie vergessen hat.

Mit der „Geschmack von wildem Honig“ setzt Susan Wiggs ihre „Bella Vista“-Serie fort, die in „Der Duft von Apfelblüten“ ihren Anfang nahm und auch dort schon tief in die bewegende Familiengeschichte der Johansens eingetaucht ist. Wieder gibt es ergreifende Rückblenden in die Zeit des Zweiten Weltkriegs, auch wenn sie historisch nicht immer ganz sauber belegt sind. Wie schon bei Tess im Auftaktband zeigt sich aber auch bei Isabel, dass die jüngere Generation ebenfalls ihr Päckchen zu tragen hat. Doch nicht zuletzt durch eine neue Liebe, oder besser gesagt einen Mann, der sie behutsam aus ihrer Passivität holt, schöpft die Heldin endlich die Kraft, ihr Trauma zu verarbeiten. Erneut erweisen sich Familie, Geborgenheit und das malerische Zuhause als Schlüssel zum Glück und bereiten, nachdem zuerst ordentlich mitgelitten werden darf, den Weg für eine hoffnungsvolle Zukunft – mit einer interessanten möglichen Fortsetzung. (TD)