Buchrezension Susan Fox – Love Somebody Like You

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Contemporary
SUSAN FOX
Love Somebody Like You
(Englischsprachiges Original)
September 2015
Zebra, TB, $7,99, E-Book, $5,99

 

 

 


Mit zweiunddreißig ist Sally Pantages Ryland bereits Witwe und von einer glücklichen Beziehung und Kindern träumt sie schon lange nicht mehr. Die ehemalige Westernreiterin hatte für ihren Mann den Beruf aufgegeben und ließ den Kontakt zu ihrer Familie und Freunden abreißen. So weiß bis heute niemand, welches Martyrium sie in ihrer Ehe durchgemacht hat. Ihre Ranch in Caribou Crossing muss sie nun ganz alleine bewirtschaften und kommt gerade so über die Runden mit ihrer Pferdepension und Reitstunden. Eines Tages schaut Ben Traynor bei ihr vorbei, den sie noch von der kanadischen Rodeo-Tour kennt. Wegen einer Schulterverletzung muss er ein paar Tage pausieren und entschließt sich kurzerhand, auf Sallys Land zu campieren. Er hatte schon immer ein Auge auf die ein paar Jahre ältere Frau und will jetzt herausfinden, wie aus der einst so lebenslustigen Sally eine so verschreckte Einsiedlerin werden konnte. Tatsächlich beginnt sie, in seiner Gegenwart langsam aufzublühen.

Es gibt jede Menge fremdsprachige Liebesromane und Autoren, die von deutschen Verlagen nicht übersetzt werden. Bei manchen ist das besonders schade, so etwa bei Susan Fox und ihrer „Caribou Crossing“-Serie. Im sechsten Band zeigt sich wieder einmal, was für eine Meisterin der Gefühle sie ist. Die zärtliche Romanze, die sich zwischen Sally und Ben entwickelt, ist einfach zum Weinen schön. Das Schicksal der Heldin, das erst nach und nach in seinem Ausmaß offenbar wird, rührt ungemein. Und das tut auch der Held mit seiner Fürsorglichkeit und der liebevollen Art, wie er sie langsam aus ihrem Schneckenhaus herauslockt. Dass sie es sich eine Weile unnötig schwermachen, ist da schnell vergessen beim herzerwärmenden Happy End. (TD)