Buchrezension Simone Elkeles – Herz verspielt

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SIMONE ELKELES
Herz verspielt
Wild Cards
Band 1 der „Wild Cards“-Serie
Gegenwartsliebesroman/ Jugendbuch
Juni 2014
cbt
PB, € 12,99/ E-Book, €9,99

 

 


Seit dem Tod seiner Mutter treibt Derek Fitzpatrick öfters Unfug. Als er nach einem Streich vom Internat fliegt, muss er mit seiner wenig älteren Stiefmutter und deren Sohn von Kalifornien in einen Vorort von Chicago zu deren Vater umziehen, weil sein eigener Dad auf einem U-Boot stationiert ist. Seine etwas kratzbürstige Stieftante Ashtyn Parker ist so alt wie er und gerade zum Captain der Footballmannschaft gewählt worden. Ihr Freund Landon, der selbst auf diese Ehre spekuliert hatte, verlässt sie daraufhin und wechselt das Team. Jetzt kann sich die Fairfield High die Hoffnung auf die nächste Meisterschaft abschminken, und Ashtyns Chancen auf ein Sportstipendium sinken. Außerdem weiß sie nicht, wie sie jetzt zum Trainingscamp in Texas kommen soll. Da wird Derek nach langer Zeit von seiner Großmutter kontaktiert, die genau dort lebt. Und er könnte ihr noch anderweitig helfen, wenn er nur endlich seine Schuldgefühle überwinden würde.

Selbst wer mit Football nichts am Hut hat, braucht sich vor Simone Elkeles’ „Wild Cards“-Serie nicht zu scheuen. Zumindest im ersten Band wird kaum je aktiv gespielt, die Sportart dient eher um zu zeigen, dass Ashtyn als Mädchen in einem Jungsteam anders ist als ihre Altersgenossinnen, und um eine eingeschworene Freundesclique vorzustellen, die für etliche Fortsetzungen gut sein dürfte. Schnell ist zu merken, dass sowohl Held als auch Heldin irgendwie gebeutelt sind und nach außen eine Maske tragen. Ashtyn gibt die Spröde, sehnt sich aber insgeheim nach menschlicher Wärme. Und Derek spielt den jugendlichen Rebell, obwohl er eigentlich ein ganz Lieber ist. Da muss es unweigerlich funken. Am Ende werden einige Hindernisse etwas zu schnell überwunden, aber dass die beiden ein Traumpaar sind, ist unbestreitbar. (TD)