Buchrezension Sarah Morgan – Sommerzauber wider Willen

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SARAH MORGAN
Sommerzauber wider Willen
Suddenly Last Summer
Band 2 der „O’Neil“-Serie
Gegenwartsliebesroman
Juli 2015
MIRA
TB, €9,99/ E-Book, €8,99

 

 


Sean O’Neil hat sich mit Leib und Seele der Chirurgie verschrieben. Als angesehener Knochenspezialist arbeitet er rund um die Uhr in einem Bostoner Krankenhaus. Zum Glück liegt Seans Arbeitsplatz auch weit genug entfernt von Snow Crystal, seinem Heimatort, wo seine ganze Familie lebt. Seit vor zwei Jahren sein Vater bei einem Autounfall starb, zieht Sean kaum etwas dorthin zurück – außer vielleicht Elise Philippe, die französische Köchin des Familienhotels, mit der er vor einem Jahr eine unglaubliche Nacht verbracht hat. Als Seans Großvater einen Zusammenbruch erleidet, eilt er dennoch direkt nach Hause und bietet schließlich seine Hilfe an, um Elises neues Restaurant fertigzustellen. Beide müssen dabei erkennen, dass die Anziehungskraft zwischen ihnen seit jener Nacht noch mehr zugenommen hat und sie trotz aller Vernunft nicht voneinander lassen können.

Auch wenn die starke Jahreszeit von Snow Crystal wohl eher der verschneite Winter ist, kann der malerische Ort auch im Sommer durchaus begeistern. Sofort stellen sich heimelige, wohlige Gefühle ein, wenn es ein Wiedersehen mit allen bekannten Charakteren aus dem ersten Band um die O’Neil-Brüder gibt, und es macht Freude, wieder in das familiäre Geschehen rund um das Resort einzutauchen. Der Roman lässt sich aber auch problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Mit Sean und Elise treffen zwei sehr starke Charaktere aufeinander, die beide ihre Arbeit über alles lieben und keine feste Bindung wollen. Gerade Elise ist durch ihre Vergangenheit stark geprägt und lässt deswegen kaum Nähe zu, was es Sean nicht gerade einfach macht, in ihr Inneres vorzudringen. Doch wie beide nach und nach ihren Schutzpanzer ablegen und zueinander finden, ist einfach berührend. (MS)