Buchrezension Sandra Brown – Weißglut

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SANDRA BROWN
Weißglut
White Hot
Einzelband
Romantikthriller/ Thriller
Januar 2007
Blanvalet
HC, €19,95/ TB, €8,95/ E-Book, €7,99

 

 


Sayre Lynch wollte nie wieder nach Destiny zurückkehren. Anlässlich der Beerdigung ihres jüngeren Bruders bricht sie jedoch ihren Schwur. Kurz bevor er sich mit einer Schrotflinte erschoss, hatte er versucht, mit seiner der Familie entfremdeten Schwester Kontakt aufzunehmen. Nun plagen Sayre Schuldgefühle, ob sie Dannys Tod eventuell hätte verhindern können. Das Wiedersehen mit ihrem Vater und älteren Bruder verläuft kühl. Nur weil der Anwalt Beck Merchant, der für die im Familienbesitz befindliche Gießerei arbeitet, ihr mitteilt, dass es Zweifel daran gibt, ob Danny Selbstmord begangen hat, bleibt Sayre in ihrer Heimatstadt in Louisiana. Sie will herausfinden, was wirklich passiert ist. Gleichzeitig sorgt sie im Werk für Unruhe. Sie möchte die gefährlichen Arbeitsbedingungen der Gießereibeschäftigten verbessern. Dabei kollidiert sie mit Beck, den sie für den treu ergebenen Schoßhund ihres Vaters hält. Dennoch wird sie magisch von ihm angezogen.

Mit „Weißglut“ kann Sandra Brown ihrer eindrucksvollen Backlist ein weiteres Meisterwerk hinzufügen. Die Autorin versteht es, ihren Charakteren bis in die kleineren Rollen eine ungeheure Tiefe zu verleihen und eine unglaublich stimmungsvolle Atmosphäre zu entwerfen. Es ist deutlich spürbar, wie es in der Stadt gärt und es in Sayre wegen ihres schwierigen Verhältnisses zu ihrer Verwandtschaft brodelt. Die Autorin lässt die Emotionen mehrfach hochkochen und ihre Hauptdarstellerin stetig am Abgrund wandeln. Zusätzlichen Sprengstoff verleiht die heiße Affäre, die sich mit dem ersten energiegeladenen Aufeinandertreffen zwischen Sayre und dem undurchsichtigen Beck abzuzeichnen beginnt. Der packende Thriller ist zudem gespickt mit erschütternden Enthüllungen, dramatischen Wendungen und einem unerwarteten Finale – kurzum, er ist einfach gewaltig. (TD)