Buchrezension Sandra Brown – Rage – Zorn

Cover - Brown, Sandra - Rage - Zorn - Blanvalet
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SANDRA BROWN
Rage – Zorn
Hello, Darkness
Einzelband
Romantikthriller
Februar 2006
Blanvalet
HC, €19,95, TB, €9,99/ E-Book, €9,99

 

 


Paris Gibson erhält während ihrer nächtlichen Radioshow einen Anruf, der sie bis ins Mark erschüttert. Ein Mann kündigt an, seine Geliebte, die er entführt hat, in drei Tagen umzubringen, weil die Moderatorin ihr angeblich geraten hatte, sich von ihm zu trennen. Paris wendet sich an die Polizei, obwohl es keine Anhaltspunkte dafür gibt, wer das Opfer sein könnte, und ob es sich nicht bloß um einen schlechten Scherz handelt. Als ein Polizeipsychologe hinzugezogen wird, erlebt Paris eine Überraschung. Bei dem Beamten handelt es sich um Dean Malloy, mit dem sie und ihr verstorbener Verlobter einst eng befreundet waren. Dean ist aus mehreren Gründen daran gelegen, das Verbrechen rasch aufzuklären. Sein halbwüchsiger Sohn könnte in die Affäre verwickelt sein, und der Täter scheint Paris sehr nahe zu sein.

Sandra Brown kann mit Fug und Recht als eine Grande Dame des Romantic-Suspense-Genres bezeichnet werden. Seit vielen Jahren liefert sie Unterhaltung, die meist nicht nur handwerklich sondern auch inhaltlich auf hohem Niveau ist. Dieser Roman bildet da keine Ausnahme. Ein spannender Wettlauf mit der Zeit beginnt für die Protagonisten. Das angedrohte Verbrechen stellt sich rasch als echter Fall heraus, der Abgründe rund um Sex und Gewalt auftut. Perversitäten und jugendliche Opfer dürften dabei nicht jedermanns Geschmack sein. Die Autorin geht jedoch behutsam mit dem Thema um, wird nicht zu detailliert. Die Liebesgeschichte ist ob der gemeinsamen Vergangenheit von Held und Heldin sehr komplex. Auch dieser Erzählstrang vermag zu fesseln. Damit hat die Bestsellerautorin einen weiteren Volltreffer gelandet. (TD)