Buchrezension Sandra Brown – Heißer als Feuer

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SANDRA BROWN
Heißer als Feuer
Tempest in Eden
Einzelband
Gegenwartsliebesroman
April 2009
Blanvalet
TB, €7,95/ E-Book, €6,99

 

 


Während eines Wochenendes im Grünen soll Shay Morrison den frischgebackenen Ehemann ihrer verwitweten Mutter und dessen Sohn kennenlernen. Als sie im Ferienhaus ankommt, steigt gerade ein nackter Mann aus ihrer Dusche, von dem sie den Blick nicht abwenden kann. Ian Douglas ist die Situation äußerst peinlich. Shay dagegen amüsiert die erste Begegnung mit ihrem neuen Stiefbruder eher und sie zieht ihn wegen seiner Prüderie auf. Ihre unterschiedlichen Ansichten kommen nicht von ungefähr: Shay arbeitet gelegentlich als Aktmodell, Ian ist Pfarrer. Obwohl er sie kontinuierlich auf die Palme gebracht hat, kann Shay ihn nach dem Kurzurlaub nicht vergessen. Als Ian sie nach Wochen besucht, ist sie überglücklich, will aber nicht an eine gemeinsame Zukunft glauben. Ian, der hinter Shays hübsche Fassade geblickt und ihre innere Schönheit erkannt hat, lässt allerdings nicht locker.

Mit Gegensätzen, die sich anziehen, schafft Sandra Brown einen Stoff, aus dem die Träume aller Romantiker sind. Selbst lange nach der Erstveröffentlichung im amerikanischen Original – 1983 unter dem Pseudonym Rachel Ryan – hat ihre süße Liebesgeschichte nichts von ihrem Charme verloren. Zu Beginn ist es ein Genuss zu erleben, wie sich Shay und Ian kabbeln. Schnell wird deutlich, dass dies lediglich ein Vorspiel ist und ihr Verlangen dadurch immer weiter geschürt wird. So verboten, wie es auf den ersten Blick scheint, ist die Verbindung gar nicht. Es geht mehr um den inneren Konflikt des Paares, sich selbst und den anderen zu akzeptieren, nicht wirklich darum, was die Außenwelt von der Beziehung hält. Schlussendlich löst sich das Thema etwas einfach in Wohlgefallen auf, das ist aber schnell vergessen, weil die Liebe so schön triumphiert. (TD)