Buchrezension Sandra Brown – Envy – Neid

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SANDRA BROWN
Envy – Neid
Envy
Einzelband
Romantikthriller
Januar 2004
Blanvalet
HC, €22,90/ TB, €9.99/ E-Book, €8,99

 

 


Die New Yorker Verlegerin Maris Matherly Reed entdeckt unter einem Stapel unaufgefordert eingesandter Manuskripte ein Kapitel, welches ihre Aufmerksamkeit erregt. Da der Leseprobe ein Anschreiben fehlt, versucht sie anhand des angegebenen Ortsnamens und der Initialen den anonymen Autor aufzuspüren. Dies gelingt ihr auf einer kleinen Insel in Georgia. Der Schriftsteller ist der an den Rollstuhl gefesselte, knurrige Parker Evans. Obwohl er vorgibt, kein Interesse an einer Veröffentlichung zu haben, willigt er auf Maris’ Drängen ein, den Roman zu vollenden, und akzeptiert sie als Lektorin. Maris ist auf seltsame Weise angerührt von dem Werk. Die Zusammenarbeit mit Parker gestaltet sich jedoch zunehmend schwieriger. Die verheiratete Frau gerät in einen Gewissenskonflikt wegen ihrer aufkeimenden Gefühle für den Romancier, obwohl sie den Verdacht hegt, dass ihr Mann es selbst nicht genau nimmt mit der ehelichen Treue. Und sie ahnt nicht, dass Parker etwas vor ihr verbirgt.

Intrigen in der Verlagsbranche, zerbrochene Freundschaften, ein Rachekomplott, Machtgier und Täuschungen, dies sind nur ein paar der Ingredienzien, die Sandra Brown für ihren Bestseller verwendet. Angelockt durch ein sorgsam inszeniertes Szenario soll die Heldin als Mittel zum Zweck dienen, dem Helden lange verwehrte Vergeltung zu verschaffen. Doch das Werkzeug ist nicht mehr so skrupellos zu missbrauchen, nachdem es als fühlendes menschliches Wesen wahrgenommen wird. Die Beweggründe für sein Handeln gibt Parker durch seine eigenen Protagonisten zu erkennen. So gibt das Buch im Buch Auskunft über seine Vergangenheit und weshalb sie ihn mit Maris in der Gegenwart verbindet. Die Spannung schreitet dabei auf leisen Sohlen aber unaufhaltsam voran und macht den Roman zu einem eindringlichen Leseerlebnis. (TD)