Buchrezension Sandra Brown – Ein skandalöses Angebot

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SANDRA BROWN
Ein skandalöses Angebot
Hidden Fires
Einzelband
Historischer Liebesroman
Oktober 2008
Blanvalet
TB, €7,99/ E-Book, €6,99

 

 


Hoffnungsvoll lässt Pfarrerstochter Lauren Holbrook 1903 ihr nunmehr unbehütetes Ostküstenleben hinter sich für einen Neuanfang in Texas. Doch bei ihrer Ankunft erfährt sie vom Tod des alten Ben Lockett, der ihr eine Stelle als Sekretärin seiner Frau angeboten hatte. In seinem Stadthaus wird sie kühl empfangen. Witwe Olivia weiß, dass Ben ganz andere Absichten mit Lauren hatte. Die ist erschüttert über Andeutungen einer unziemlichen Beziehung mit einem Mann, den sie für einen väterlichen Freund hielt. Auch die mal feindseligen, mal anzüglichen Blicke seines Sohnes machen ihr zu schaffen. Jareds ausschweifender Lebensstil und sein Benehmen torpedieren Olivias Pläne, mit Investoren eine Eisenbahnlinie zu bauen. Um ihn in Schach zu halten, drängt sie Jared zu einer Hochzeit mit Lauren. Da Lauren mittellos ist und die Ehe nur auf dem Papier bestehen soll, willigt sie ein.

„Ein skandalöses Angebot“ ist einer der ganz wenigen historischen Liebesromane von Sandra Brown und wurde im Original bereits 1982 veröffentlicht. Erst mehr als fünfundzwanzig Jahre später bekamen auch deutschsprachige Fans der Autorin endlich die Chance, ihn zu lesen. Die Ausgangssituation ist schon recht konstruiert, denn warum Jared sich dem Willen seiner Mutter beugt, wird nicht schlüssig. Dies bleibt aber der einzige Ausrutscher einer ansonsten gelungenen Erzählung über einen raubeinigen Cowboy, der mit der Zeit von seiner sittsamen, schüchternen Braut bezwungen wird. Die Annäherung des Paares vollzieht sich schleichend. Die vielen kleinen, liebevollen Gesten sind es, die dabei so verzaubern und Sympathie für Lauren und besonders Jared wecken. Intrigen und gefahrvolle Situationen bieten neben der aufgewühlten Gefühlslage weiteren Zündstoff in dem mitreißenden romantischen Western. (TD)