Buchrezension Sandra Brown – Ein Kuss für die Ewigkeit

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SANDRA BROWN
Ein Kuss für die Ewigkeit
A Kiss Remembered
Einzelband
Gegenwartsliebesroman
Januar 2007
Blanvalet
TB, €7,99/ E-Book, €6,99

 

 


Grant Chapman war für wenige Monate Shelley Brownings Lehrer an der High School. Nach einem gewonnenen Spiel ließ er sich hinreißen, die junge Cheerleaderin zu küssen. Danach zog er weg, um Karriere in der Politik zu machen. Shelley konnte ihn nie vergessen. Jetzt ist sie nach einer gescheiterten Ehe zurück am College. Ausgerechnet Grant, der nach einem Skandal Washington verließ, ist einer ihrer Professoren. Der Dozent bemerkt seine Studentin sofort und lässt nichts unversucht, sich mit ihr zu treffen. Denn auch ihn hat der frühere Kuss sehr beeindruckt. Er möchte jetzt endlich das tun, was er damals wegen seiner Stellung und Shelleys Alter nicht konnte. Aber Shelley weist ihn zunächst ab. Zwar liebt sie ihn, aber sie fürchtet, dass eine Beziehung für sie beide Konsequenzen seitens der Uni nach sich ziehen könnte.

„Ein Kuss für die Ewigkeit“ ist ein Roman aus Sandra Browns Anfängen als Autorin, im Original bereits 1983 erschienen. Da mag man bei kleinen Unebenheiten schon mal Gnade vor Recht ergehen lassen. Allerdings mangelt es der Geschichte gar nicht an handwerklichem Können oder einer Feinabstimmung, wo ein Auge zuzudrücken sicher leichtfiele. Das Problem ist die Story an sich, denn die ist schlicht belanglos, schmonzettig und unglaublich vorhersehbar. Die schöne Shelley und der etwas ältere Grant sind farblose Figuren, deren jahrelange Sehnsucht nach einander einfach nicht glaubwürdig wirkt. Ihre Lust, die sich in diversen Sexszenen manifestiert, schon eher. Ihrer Verbindung werden künstliche Hürden in den Weg gelegt, die dann sang- und klanglos übersprungen werden, um zum benötigten Höhepunkt doch wieder unüberwindbar zu erscheinen. (TD)