Buchrezension Sandra Brown – Crush – Gier

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SANDRA BROWN
Crush – Gier
The Crush
Einzelband
Romantikthriller/ Thriller
Februar 2005
Blanvalet
HC, €22,90/ TB, €9,99/ E-Book, €8,99

 

 


Als ihr Kollege umgebracht wird, gerät Dr. Rennie Newton unter Verdacht, ihn, wenn schon nicht selbst getötet, so doch seine Ermordung befehligt zu haben. Die Tat trägt die Handschrift des Auftragskillers Lozada, dem die Polizei in Fort Worth bislang nie etwas nachweisen konnte. Gerade erst ist er in einem schlagzeilenträchtigen Prozess freigesprochen worden. Und ausgerechnet Rennie war in der Jury. Schwer wiegt außerdem ihr triftiges Motiv. Dem Opfer hatte das Krankenhaus den Vorzug in der Besetzung der vakanten Chefarztposition gegeben, was Rennie als ungerecht empfand. Zur Beschattung der Ärztin wird der beurlaubte Detective Wick Threadgill reaktiviert. Er hat mit Lozada noch eine Rechnung offen, weil der seinen Bruder ermordet hatte. Wick ist sicher, dass Rennie unschuldig ist. Er fühlt sich mehr und mehr zu ihr hingezogen und bemüht sich, ihre Bekanntschaft zu machen. Währenddessen stellt Lozada ihr nach.

Das Verbrechen, mit dem der Roman startet, ist nicht der Ausgangspunkt für die Suche nach dem Täter – der ist nämlich für den Leser bald überführt –, sondern der Beginn einer unheilvollen Dreiecksgeschichte. Diese zehrt vor allem von den willensstarken und hervorragend charakterisierten Persönlichkeiten, die hier aufeinandertreffen. Die schöne und geheimnisvolle Ärztin, der ausgebrannte und getriebene Cop sowie der skrupellose, aber charismatische Schurke bilden ein glänzend besetztes Gespann. Darüber hinaus ist der Roman auch mit einigen aufregenden Thrillersequenzen ausgestattet, die sowohl Rennie als auch Wick ihr ganzes berufliches Können abverlangen, um am Ende über die eiskalte Bestie zu triumphieren. Selbst mit dem eher klein gehaltenen Romantikaspekt dürften Sandra-Brown-Fans ihr Geld bestens angelegt haben. (TD)