Buchrezension Roxanne St. Claire – Barfuß durch den Regen

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ROXANNE ST. CLAIRE
Barfuß durch den Regen
Barefoot in the Rain
Band 2 der „Barefoot Bay“-Serie
Gegenwartsliebesroman
Februar 2015
LYX
TB, €9,99/ E-Book, €8,99

 

 


Als Teenager suchte Jocelyn Bloom oft Zuflucht bei ihrem besten Freund, dem Nachbarsjungen William Palmer. Als sie zum ersten Mal miteinander schlafen wollten, bevor sie auf unterschiedliche Colleges gingen, wurden sie jedoch von Jocelyns gewalttätigem Vater Guy erwischt, und sie floh von zuhause. Um Will zu schützen, hatte sie ihn nie wiedersehen wollen. Der bewohnt inzwischen sein Elternhaus, nachdem er seine Baseball-Karriere wegen einer Verletzung aufgeben musste, und kümmert sich rührend um Guy, der dement geworden ist. Aus dem Fernsehen erfährt Will, dass Jocelyn der Trennungsgrund eines Promi-Paares sein soll. Von der Presse verfolgt, kehrt die Lebensberaterin nach Mimosa Key zurück und schlüpft auf der Insel bei ihren drei Uni-Freundinnen unter. Ausgerechnet Will arbeitet als Zimmermann in der Ferienanlage, die eine von ihnen errichtet. Ihre gegenseitige Befangenheit verdeckt nur, dass sie noch immer viel füreinander empfinden. Doch Jocelyn trägt schwer an ihrer Vergangenheit und ihren Geheimnissen.

Bereits zum zweiten Mal macht Roxanne St. Claire einen Abstecher vor die Golfküste Floridas und hat dabei wieder jede Menge Herzschmerz für ein Mitglied des Freundinnen-Quartetts auf Lager. So traumhaft-sonnig der Schauplatz der „Barefoot Bay“-Serie ist, diesmal ist die Geschichte eher von ernsten Tönen geprägt. Jocelyns schwere Kindheit und das angespannte Verhältnis zu ihrem Vater schweben wie eine dunkle Wolke beständig über dem Geschehen. Dementsprechend vorsichtig verhält sie sich, genau wie Will, den sie über vieles im Unklaren gelassen hat. Deshalb ist ihre behutsame Annäherung auch so zerbrechlich. Das emotionale Gepäck macht den Roman besonders berührend und das Happy End dieser Liebe im zweiten Anlauf noch befriedigender, wobei sich für die verbleibenden Freundinnen auch schon einiger Gefühlswirrwarr andeutet. (TD)