Buchrezension Robyn Carr – Happy End in Virgin River

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ROBYN CARR
Happy End in Virgin River
Whispering Rock
Band 3 der „Virgin River“-Serie
Gegenwartsliebesroman
März 2011
MIRA
TB, €9,99/ E-Book, €7,99

 

 


Staatsanwältin Brie Sheridan wurde von einem ehemaligen Angeklagten vergewaltigt. Ihr Bruder Jack bittet seinen Freund Miguel „Mike“ Valenzuela, der selbst vor kurzem Opfer einer Gewalttat wurde, in Sacramento ein Auge auf die Ermittlungen zu haben. Aber der Ex-Cop ist eher an Bries Wohlergehen interessiert, denn er mag sie seit langem. Mit seiner Unterstützung findet Brie langsam wieder zurück ins Leben, auch wenn sie sich nur selten sehen. Mike lebt seit seiner Verwundung in Virgin River, wo er nun Wurzeln schlägt und einen Job als örtlicher Wachtmeister annimmt. Dabei bekommt er es gleich mit einer brisanten Angelegenheit zu tun. Mehrere Mädchen wurden scheinbar auf Partys unter Drogen gesetzt und missbraucht. Derweil empfindet Mike immer mehr für Brie, aber er weiß, dass er sie nicht drängen darf und ihm zudem sein Ruf als Frauenheld nachhängt.

Ein Roman aus der „Virgin River“-Serie ist immer wie ein Wiedersehen mit lieben Freunden. Im dritten Band sind einem die bekannten Charaktere dieses Mikrokosmos in den kalifornischen Bergen, in dem sowohl Glück als auch Leid in geballter Ladung auftreten, längst ans Herz gewachsen. Robyn Carr hat ein besonderes Händchen dafür, die Leser am Schicksal ihrer Figuren teilhaben zu lassen. Dass sie dabei auch stark auf frühere oder kommende Protagonisten eingeht, nimmt dem eigentlichen Hauptpaar keineswegs den Glanz. Bries und Mikes Liebe ist etwas ganz Besonderes. Einfühlsam beschreibt die Autorin das Trauma einer geschundenen Frau und auch die Auswirkungen, die es auf Menschen hat, die ihr nahestehen. Der Held, für den Beziehungen bislang eher flüchtig waren und der sein Leben nach einem eigenen einschneidenden Erlebnis auf den Prüfstand stellt, handelt genau richtig, indem er einfach für sie da ist. Mit der Zeit beginnen ihre Gefühle sich ganz natürlich weiterzuentwickeln. Schöner kann ein Happy End nicht sein. (TD)