Buchrezension Robyn Carr – Endlich bei dir in Virgin River

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ROBYN CARR
Endlich bei dir in Virgin River
Angel’s Peak
Band 10 der „Virgin River“-Serie
Gegenwartsliebesroman
Dezember 2012
MIRA
TB, €7,99/ E-Book, €7,99

 

 


Air-Force-Pilot Sean Riordan verbringt ein paar Wochen bei seinem frisch verheirateten Bruder in Virgin River. Bei einem Barbesuch in einer Nachbarstadt traut er seinen Augen nicht, als er Francine „Franci“ Duncan erblickt. Vor vier Jahren waren sie ein Paar, trennten sich dann aber im Streit, weil sie, anders als er, heiraten und Kinder haben wollte. Zwar hatte er nach seiner Versetzung auf einen anderen Stützpunkt versucht, wieder Kontakt mit ihr aufzunehmen, doch sie war wie vom Erdboden verschluckt. Und auch jetzt gibt sie sich äußerst abweisend. Sean lässt sich jedoch nicht so leicht entmutigen und findet heraus, wo sie wohnt. Schließlich willigt Franci ein, mit ihm zu sprechen. Obwohl sie anderweitig liiert ist, gelingt es ihm, ihr wieder näherzukommen. Und sie hegt auch durchaus noch starke Gefühle für ihn. Nur hat sie ihm etwas Wichtiges verschwiegen: seine dreieinhalbjährige Tochter Rose.

Selbst wenn ein Band der „Virgin River“-Serie einmal etwas schwächer ausfällt, so wie der vorliegende zehnte, ist ein Besuch in Robyn Carrs nordkalifornischem Idyll doch irgendwie trotzdem immer schön. Sean und Franci sind ein liebenswertes Paar, dem vom Schicksal eine zweite Chance geschenkt wurde. Die ergreifen sie ziemlich schnell und steuern von da an vergleichsweise locker auf ihr Happy End zu. Kaum tut sich ein Hindernis auf, ist es schon aus dem Weg geräumt. Beim Vergeben und Vergessen sind die beiden ebenfalls flink. In der Realität wäre es sicher wünschenswert, verliefe bei einer Versöhnung alles so reibungslos. In einem Roman sorgt es allerdings dafür, dass die Handlung etwas dahinplätschert. Für den Schwung sind andere zuständig, neben der herzallerliebsten Rose auch der restliche Riordan-Clan, bei dem immer etwas los ist – genau wie in der illustren Nachbarschaft. (TD)