Buchrezension Robyn Carr – Ein neuer Tag in Virgin River

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ROBYN CARR
Ein neuer Tag in Virgin River
Second Chance Pass
Band 5 der „Virgin River“-Serie
Gegenwartsliebesroman
März 2012
MIRA
TB, €7,99/ E-Book, €5,49

 

 


Seit ihrer ersten Begegnung ist Paul Haggerty in Vanessa „Vanni“ Rutledge verliebt. Weil sein bester Freund Matt ihm damals aber zuvor kam und sie heiratete, war sie für ihn tabu, weshalb er sich meist von Vanni fernhielt. Als Matt dann als Soldat im Irakkrieg fiel, brachte Paul es nicht über sich, der hochschwangeren Vanni seinen Beistand zu verwehren, und blieb bei ihr in Virgin River. Ein paar Wochen nach der Geburt ihres Sohnes zieht er sich jedoch wieder nach Oregon zurück und verbringt eine folgenschwere Nacht mit einer Bekannten. Er ahnt nicht, dass sich Vanni insgeheim danach sehnt, er möge einen Schritt auf sie zu machen. Erst als er einen Rivalen fürchten muss, wird Paul aktiv, aber daheim scheint er inzwischen ungewollt Vaterfreuden entgegenzusehen. Auch bei anderen Bewohnern der durch Waldbrände gefährdeten nordkalifornischen Kleinstadt stehen – teils dramatische – Veränderungen an, etwa bei Mel und Jack, die ihr zweites Baby erwarten.

Im fünften Band der „Virgin River“-Serie nimmt Robyn Carr einen Handlungsfaden aus dem dritten Teil, „Happy End in Virgin River“, auf und schreibt die Geschichte um Paul und Vanni fort. Das Schicksal der jungen Witwe ging schon da zu Herzen, und auch jetzt ist ihr wieder Mitgefühl sicher, als sie sich aus ihrem Tal der Tränen kämpft und auf eine neue Liebe hofft. Ihrem Glück werden jedoch einige Stolpersteine in den Weg gelegt, angefangen mit Pauls Schüchternheit, die allerdings sehr liebenswürdig rüberkommt. Leider widmet sich die Autorin daneben noch ausgiebig etlichen anderen Charakteren des immer größer werdenden Figurenensembles, sodass Pauls und Vannis Romanze irgendwann beinahe in den Hintergrund gerät. Die vielen Exkurse machen allerdings auch den besonderen Charme der Serie aus, und gerade das Wiedersehen mit dem Stammpersonal bringt viel Freude, selbst wenn die Umstände mitunter Tränen kullern lassen. (TD)