Buchrezension Patricia Lewin – Die dunkle Erinnerung

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PATRICIA LEWIN
Die dunkle Erinnerung
Out of Reach
Band 1 der „Erin Baker“-Serie
Romantikthriller
September 2005
Bastei Lübbe
TB, €7,95

 

 


Die CIA-Agentin Erin Baker ist mit ihrer Nichte in die Vorstadt von Washington gezogen. Ihre Schwester Claire, die als Kind gekidnappt worden war, kann sich wegen psychischer Probleme nicht selbst um ihre Tochter kümmern. Auch Erin hat das verhängnisvolle Ereignis nie wirklich verwunden. Beim Joggen im Park beobachtet sie einen Eisverkäufer, der Zaubertricks vorführt. Erst nachdem die Entführung eines kleinen Mädchens dort gemeldet wird, erinnert sich Erin, weshalb ihr dieser Zauberer so bekannt vorkam. Sie hat ihn vor neunzehn Jahren schon einmal gesehen – an dem Tag, als ihre Schwester verschwand. Sofort schaltet sie sich in die Ermittlungen des FBI-Agenten Alec Donovan ein, der ebenfalls einen Serientäter vermutet.

Der erste Band um Erin Baker ist durchaus kurzweilig, leider aber auch streckenweise unglaubwürdig, weil zu glatt. Die Protagonistin ist eine gestandene Frau, die sich mit und ohne Waffen zu behaupten weiß. Der männliche Hauptcharakter geht ganz in seinem Beruf auf. Dass beide plötzlich zusammenarbeiten, ist nicht nachzuvollziehen. Sie sind für unterschiedliche Behörden tätig, außerdem ist Erin persönlich beteiligt. Während der Spurensuche stoßen sie auf einen internationalen Sklavenhandel. Zu den Bösen zählen auch Deutsche mit recht ungewöhnlichen Namen für ihre Nationalität. Kaum ist die Heldin in den Fall verwickelt, löst er sich fast wie von selbst, ein paar Telefonate hier, ein bisschen Recherche in Datenbanken da. Vor allem der Showdown ist recht einfach gestrickt, da es kaum echte Gegenwehr gibt. Die Aufklärung verläuft insgesamt zu reibungslos. Gegen Ende des Buches entwickelt sich im Ansatz noch eine Romanze zwischen den Hauptfiguren, die aber auch nicht viel zur Geschichte beiträgt. (TD)