Buchrezension Natalie Rabengut – Das erste Date

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NATALIE RABENGUT
Das erste Date
Band 1 der „DeD“-Serie
Gegenwartsliebesroman
Oktober 2015
Rowohlt/ Self-Published
TB, €8,99/ E-Book, €3,99

 

 


Die fünfundzwanzigjährige Studentin Morielia Wischnewski hatte es bisher mit den Männern in ihrem Leben nicht leicht. Ihr Exfreund entpuppte sich als schwul, ihre zwei Brüder rauben ihr den letzten Nerv und zudem wohnt sie gleich mit vier Kerlen unter einem Dach. Damit sie die Miete aufbringen kann, sucht sie sich einen Job als Kellnerin, merkt jedoch schnell, dass das nichts für sie ist. Dabei lernt sie aber den gutaussehenden, wenn auch eher nervigen Daniel kennen, der sie ohne müde zu werden nach einem Date fragt. Mo lehnt jedoch immer bestimmend ab, immerhin hat sie gerade erst eine gescheiterte Beziehung hinter sich. Leider ist Daniel aber auch ein Freund ihres Bruders und heftet sich von nun an hartnäckig an ihre Fersen, um zu bekommen, was er will.

Dass der Mann in einem zeitgenössischen Liebesroman die treibende Kraft für eine sich anbahnende Beziehung ist, kommt nicht oft vor. Das ist aber nur ein Aspekt, der „Das erste Date“ so erfrischend macht. Natalie Rabengut, auch bekannt unter ihrem Pseudonym Mia Kingsley, hat im Auftaktband ihrer „DeD“-Serie, den sie zunächst selbst veröffentlichte und der dann von einem Verlag aufgelegt wurde, chaotische, aber sehr sympathische Charaktere erschaffen, zwischen denen sofort die Chemie stimmt. Besonders Mo, eine eher untypische Mittzwanzigerin, wächst einem schnell ans Herz. Mit ihrem humorvollen und lockeren Schreibstil, der ständig zum Lachen animiert, kann die Autorin ebenso überzeugen wie mit den Liebesszenen, die eine knisternde und prickelnde Atmosphäre schaffen. Vor allem aber zeigt sie, dass eine tolle Liebesgeschichte nicht immer einen reichen Milliardär und eine schicksalsträchtige Vergangenheit braucht, um zu funktionieren. (MK)