Buchrezension Nalini Singh – Leopardenblut

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NALINI SINGH
Leopardenblut
Slave to Sensation
Band 1 der „Psy/Changeling“-Serie
Übersinnlicher Liebesroman/ Futuristischer Liebesroman
Juni 2008
LYX
KB, €9,95/ E-Book, €8,99

 


San Francisco, Ende des 21. Jahrhunderts. Auf der Erde leben Menschen, Gestaltwandler und Mediale nebeneinander. Sascha Duncan gehört der Spezis der Medialen an, die alle Emotionen seit Generationen unterdrückt hat und sich rein von Logik leiten lässt. Doch Sascha ist unvollkommen, denn sie hat Empfindungen. Die muss sie um jeden Preis verheimlichen, sonst droht ihr die Rehabilitation, die völlige Auslöschung ihrer geistigen Fähigkeiten. Von ihrer Mutter wird sie angewiesen, mit Lucas Hunter, dem Alpha des Leopardenrudels, an einem Bauprojekt zu arbeiten. Dabei soll sie auch mehr über die Gestaltwandler herausfinden. Aber auch Lucas hat seine Gründe, sich mit den Medialen einzulassen. Er ist einem Serienmörder auf der Spur, der bereits Frauen verschiedener Rudel umgebracht hat. Lucas spürt, dass Sascha anders ist. Und die Anziehung beruht auf Gegenseitigkeit.

Im seit der Jahrtausendwende unübersichtlichen Dschungel paranormaler Liebesromane Innovatives zu entdecken, wird immer seltener. Nalini Singh ist es jedoch mit ihrer „Psy/Changeling“-Serie gelungen, nicht auf ausgetretenen Pfaden zu wandeln, sondern eigene, neue Ideen zu verwirklichen. Die Verbindung von so unterschiedlichen Arten wie den Medialen, die im Original Psy heißen, und den Gestaltwandlern, also Changelings, hat einen sehr elektrisierenden Reiz, denn es prallen einerseits das Fehlen und andererseits der Überfluss der Gefühle aufeinander. Man leidet mit Sascha und durchlebt mit ihr die Angst wegen ihres vermeintlichen Defekts. Ihre wachsenden Erfahrungen mit den über sie hereinströmenden Sinneseindrücken sind faszinierend beschrieben. Ihr unbändiger Hunger nach Emotionen kann nur noch von Lucas gestillt werden. Der vollbringt das Kunststück, bei Sascha mit seiner animalischen Aura Explosionen der Lust auszulösen, zugleich aber wunderbar zärtlich zu sein. Kreativer, spannender und sinnlicher geht es kaum. (TD)