Buchrezension Michelle Raven – Vertraute Gefahr

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MICHELLE RAVEN
Vertraute Gefahr
(erstmals 2002 erschienen unter dem Titel Canyon der Gefühle)
Band 1 der „Hunter“-Serie
Romantikthriller
Januar 2011
LYX
TB, €9,95/ E-Book, €8,99

 


Weit weg von ihrem alten Zuhause will die Bibliothekarin Autumn Howard neu anfangen. Bevor sie ihre Stelle als Ranger im Arches Nationalpark antritt, nutzt sie die letzten freien Tage zur Erkundung der Gegend. Dabei rutscht sie auf einem Felsen aus. Am Knie verletzt, kann sie sich nicht selbst aus ihrer misslichen Lage befreien. Glücklicherweise findet Shane Hunter sie zufällig. Auf seine Hilfe reagiert sie zuerst verängstigt, lässt dann aber zu, dass er sie zur Krankenstation bringt. Es stellt sich heraus, dass Shane einer ihrer zukünftigen Kollegen ist. Der Naturbursche ist hingerissen von Autumn und versucht, mit ihr Freundschaft zu schließen, doch sie verhält sich äußerst abweisend. Autumn hat eine schlimme Erfahrung mit einem Mann gemacht und ist seitdem von Narben gezeichnet. Mit der Zeit gelingt es Shane aber, ihr Vertrauen zu gewinnen. Dann wird sie unerwartet von ihrer Vergangenheit eingeholt. In der Not kann Shane jedoch auf seine Familie – besonders seinen Bruder, den Navy SEAL Clint – bauen.

Mit dem ersten Band ihrer Hunter-Serie, der vormals den Titel „Canyon der Gefühle“ trug, legte Michelle Raven 2002 ihr Debüt als Autorin vor. Bei LYX erschien er fast zehn Jahre später nicht nur unter neuem Titel, sondern auch in überarbeiteter Fassung, wobei das Original schon bestens gelungen war. „Vertraute Gefahr“ ist ein klassischer Romantic-Suspense-Roman, der eine wunderschöne Liebesgeschichte mit einer rasanten Krimihandlung verbindet. Die besondere Note der Autorin, um nicht zu sagen inzwischen ihr Markenzeichen, ist dabei der landschaftlich reizvolle Schauplatz, an den sie die Leser mit ihren bildhaften Beschreibungen entführt. Shane stellt sich schnell als einfühlsamer Held heraus, der genau der Richtige ist, um Autumn aus ihrem Schneckenhaus herauszuholen. Die Liebe, die sie trotz anfänglichen verständlichen Zögerns bald verbindet, ist von einer besonderen Zärtlichkeit. Die Bedrohung, die lange im Verborgenen lauert, erzeugt ebenfalls ein erwartungsvolles Kribbeln, das sich dann im actionreichen Finale zu aufregendem Nervenkitzel auswächst. Wer das Genre gerne liest, kommt an den Hunters nicht vorbei. (TD)