Buchrezension Merry Jones – Nebenan lauert der Tod

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MERRY JONES
Nebenan lauert der Tod
The Nanny Murders
Band 1 der „Zoe Hayes“-Serie
Romantikthriller/ Thriller
Januar 2006
Knaur
TB, € 8,95

 

 


Zoe Hayes lebt mit ihrer fünfjährigen Adoptivtochter Molly in einem beschaulichen Vorort Philadelphias. Seit kurzem wird die Idylle jedoch gestört. Mehrere Kindermädchen sind verschwunden, und jetzt findet Molly beim Spielen im Schnee auch noch einen menschlichen Finger. Detective Nick Stiles, der den „Nannynapper“-Fall betreut, belässt es nicht bei einer einfachen Befragung. Er beginnt, Zoe in die Ermittlungen einzubeziehen. Nicht nur, dass sie in der Gegend wohnt, in der sämtliche Frauen verschwunden sind, als Kunsttherapeutin ist sie auch im Umgang mit forensischen Patienten geschult. Für Nick soll sie einen Blick auf das Täterprofil werfen und herausfinden, ob es auf jemanden aus ihrer Nachbarschaft zutreffen könnte. Zoe beginnt, ihr Umfeld genauer zu studieren, von Mollys Turnlehrer bis zum Einsiedler nebenan reichen ihre Verdächtigen. Doch als der kauzige Hausmeister sich als Täter entpuppt zu haben scheint, bleiben in ihr Zweifel.

Packend und flott erzählt kommt Merry Jones’ Psychothriller daher. Nichts ist so, wie es scheint, im ehemals ruhigen Wohnviertel der Protagonistin, überall vermutet sie das Böse, stellt Menschen, die sie zu kennen glaubt, infrage. So wird Zug um Zug eine bedrückende Atmosphäre geschaffen, die von Angst geprägt ist. Ihr Leben, das dadurch schon verkompliziert wurde, wird vollends auf den Kopf gestellt, als sie bemerkt, dass der Detective nicht nur aus beruflichen Gründen ihre Nähe sucht. Aber auch er wirkt nach genauerer Betrachtung zwielichtig. Das Ende des Romans ist von atemberaubendem Tempo, die Auflösung hält noch einige Überraschungen bereit und ist nichts für schwache Nerven. Ein Buch für garantiert spannende Unterhaltung! (TD)