Buchrezension Megan Hart – Flying – Grenzenlose Lust

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MEGAN HART
Flying – Grenzenlose Lust
Flying
Einzelband
Erotischer Liebesroman
Juni 2015
MIRA
TB, €9,99/ E-Book, €7,99

 

 


Früher war Stella Andrews Cooper Stewardess und lernte so auch ihren Ex-Mann, den CEO einer Fluggesellschaft, kennen. Mittlerweile fliegt sie jedoch, um Männer in Airport-Bars aufzureißen und mit ihnen eine Nacht zu verbringen. Dabei ist die Mutter eines Sechzehnjährigen niemals sie selbst, sondern schlüpft verkleidet in andere Rollen. Als sie eine Fortbildung nach Chicago führt, trifft sie auf den dort lebenden gutaussehenden Matthew Shepherd. Schon beim ersten Zusammensein merkt sie, dass es anders mit ihm ist als mit ihren bisherigen One-Night-Stands. Als Stella ein paar Monate später einen Flug verpasst, entscheidet sie sich, erneut nach Chicago zu reisen, in der Hoffnung, Matthew wiederzutreffen, was tatsächlich geschieht. Bei ihm fühlt sie sich so wohl, dass sie ihm sogar vom tragischen Unfalltod ihres älteren Sohnes erzählt und von den Schuldgefühlen, die sie seitdem quälen, weil sie das Unglück nicht verhindern konnte. Aber auch Matthew belastet ein schwerer Fehler, der ihm als Pilot in einer Krisensituation unterlaufen ist.

In Megan Harts „Flying – Grenzenlose Lust“ geht es sowohl erotisch prickelnd als auch hoch emotional zu. Stella ist eine vom Schicksal gezeichnete Frau, die durch den Verlust ihres Sohnes, von dem sie sich nicht richtig verabschieden konnte, innerlich taub geworden ist. Auch Matthew hat an seiner Verantwortung zu knabbern. Gerade weil sie beide an ihren Päckchen zu tragen haben, lenken sie sich jedoch gegenseitig von ihren düsteren Gedanken ab. Als Paar funktionieren sie gut, nur ist Matthew zwischenzeitlich zu verschlossen und ignorant gegenüber Stella. Die kann sich hingegen ihrer Trauer stellen und entwickelt sich weiter, was Matthew erst relativ spät gelingt. Damit ist die tiefgehende und herzzerreißende Geschichte aber mitten aus dem Leben gegriffen. (SW)