Buchrezension Mariah Stewart – Tödliche List

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MARIAH STEWART
Tödliche List
Dead Certain
Band 2 der „Dead“-Serie
Romantikthriller
Juli 2006
Blanvalet
TB, €7,95

 

 


Drei Verbrecher, die sich zufällig in einem Gerichtsgebäude begegnen, fassen einen hinterlistigen Plan. Jeder nennt drei Menschen, die er töten will. Um sich selbst ein perfektes Alibi zu verschaffen, bringt derjenige sie aber nicht selbst um, ein anderer des Trios übernimmt diese Aufgabe. Amanda Crosby, die sich vor ihrem verurteilten Stalker sicher glaubte, gerät so in die Schusslinie eines Mörders. Erst wird die Antiquitätenhändlerin aber Hauptverdächtige für den Mord an ihrem Geschäftspartner. Der neue Polizeichef Sean Mercer glaubt zwar nicht wirklich an ihre Schuld, aber von Emotionen hat er sich noch nie leiten lassen. Die Ermittlungen sind in einer Sackgasse, weil niemand ein triftiges Motiv für die Tat hatte. Doch dann geschieht ein weiterer Mord, und Sean wird klar, dass Amanda das nächste Opfer sein könnte. Und davor will er sie mit allen Mitteln bewahren.

Der zweite Band der „Dead“-Serie kann ohne Vorkenntnisse des Auftaktromans gelesen werden. Auch diesmal hat es die Polizei nicht leicht, hinter die Beweggründe für die Taten zu kommen. Der Hauptverdächtige ist bereits im Gefängnis und kann die Verbrechen somit nicht begangen haben. Nur durch einwandfreie Kombinationsgabe ist es möglich, den Fall zu lösen. Dabei macht der Chefermittler seine Sache sehr gut. Der Spannungsanteil ist fesselnd, und die sich anbahnende Romanze zwischen Sean und Amanda steht dem in nichts nach. Auffällig ist, dass diese ganz ohne Liebesszene auskommt. Statt heißem Sex setzt die Autorin auf zarte Annäherung und zeigt, dass man als Leser von Romantic-Suspense-Romanen dabei nicht unbedingt etwas vermissen muss. So gut unterhalten wird man dem nächsten Teil erwartungsvoll entgegensehen. (TD)