Buchrezension Mariah Stewart – Tödliche Begierde

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MARIAH STEWART
Tödliche Begierde
Dead Wrong
Band 1 der „Dead“-Serie
Romantikthriller
Februar 2006
Blanvalet
TB, €7,95

 

 


Langsam bekommt Mara Douglas ein mulmiges Gefühl. In ihrer Stadt wurden inzwischen zwei Frauen getötet, die im Telefonbuch als „M. Douglas“ aufgeführt waren. Als noch eine dritte Frau dieses Namens brutal ermordet wird, besteht ihre Schwester, eine FBI-Profilerin, darauf, jemanden als Beschützer für Mara zu suchen, denn ihre Nummer folgt als nächster Eintrag im Rufnummernverzeichnis. Als Leibwächter wird Aidan Shields ausgeguckt, der nach einer Schießerei bereits seit Monaten nicht mehr im Dienst ist. Zwar gefällt es Mara ganz und gar nicht, dass jemand zu ihr ins Haus zieht und in ihre Privatsphäre eindringt, aber die Angst überwiegt mittlerweile. Auch Aidan fürchtet sich, ist er doch nicht sicher, ob er einem Einsatz, auch wenn er inoffiziell ist, überhaupt noch gewachsen ist. Trotz der Bedrohungslage kommen sich die beiden schnell näher.

Im ersten Band von Mariah Stewarts verzwickter „Dead“-Serie schließen drei Gefängnisinsassen einen perfiden Pakt. Jeder von ihnen soll für einen der anderen drei Menschen umbringen. Was als makabrer Spaß beginnt, wird schnell tödlicher Ernst. Obwohl der Killer dem Leser von Anfang an bekannt ist, gelingt es der Autorin, einen spannenden Plot zu entwickeln. Die Beziehung der Protagonisten sorgt für zusätzliche Brisanz, denn Held und Heldin haben mit inneren Dämonen zu kämpfen und sind Zweisamkeit seit längerem nicht mehr gewohnt. Jetzt entwickeln sie Gefühle füreinander, die wie ein zartes Pflänzchen sprießen und äußerst behutsam gehegt werden müssen. Das Finale führt zwar nicht zu abgekauten Fingernägeln, dazu ist es zu unspektakulär. Dennoch bildet „Tödliche Begierde“ einen sehr soliden Auftakt zu einem Mörderspiel, bei dem es sich definitiv lohnt dranzubleiben. (TD)