Buchrezension Lucinda Riley – Die sieben Schwestern

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LUCINDA RILEY
Die sieben Schwestern
The Seven Sisters
Band 1 der „Die sieben Schwestern“-Serie
Frauenroman/ Gegenwartsliebesroman
März 2015
Goldmann
HC, € 19,99/ TB, € 9,99/ E-Book, € 9,99

 

 


Maia d’Aplièse wurde bereits als Baby von einem reichen Schweizer Geschäftsmann adoptiert und wuchs, gemeinsam mit fünf jüngeren, ebenfalls adoptierten Schwestern, in einer großen Villa am Genfer See auf. Fragen nach ihrer Abstammung stellte Maia nie, ebenso wenig wie nach der Vergangenheit ihres Adoptivvaters. Als dieser unvermittelt stirbt, hinterlässt er seinen Töchtern Briefe, in denen er ihnen Orte nennt, an denen sie Hinweise auf ihre Herkunftsfamilien finden können. Maias Geburtsort liegt in Brasilien, wohin sie sofort reist und wo sie sich gemeinsam mit dem Autor Floriano Quintelas auf Spurensuche begibt. Zuerst scheinen Maias Bemühungen ins Leere zu laufen, doch dann findet sie eine lebende Verwandte und erfährt Dinge über ihre Vorfahren, mit denen sie nie gerechnet hätte.

„Die sieben Schwestern“ ist der erste Band einer Serie um die d’Aplièse-Schwestern, die nach den Plejaden, einer Sternenansammlung im Gürtel des Orion, benannt sind. Lucinda Riley hat zu diesem eher ungewöhnlichen Hintergrund auch ein mysteriöses Setting gewählt, das von Anfang an viele Fragen aufwirft und ordentlich Verwirrung stiftet. Die Handlung wirkt dabei leider sehr konstruiert und die Dialoge künstlich und gestelzt, so dass der erste Teil des Buches nicht wirklich Spaß macht. Ab dem Punkt, wo Maias Reise in die Vergangenheit ihrer Urgroßmutter beginnt, ändert sich das glücklicherweise. Plötzlich wird die Geschichte doch noch spannend und einige Ungereimtheiten werden aufgelöst. Trotzdem bleiben am Ende viel zu viele Fragen offen, und bei einigen ist es kaum denkbar, dass es der Autorin gelingen wird, sie logisch aufzulösen. Erstaunlicherweise entwickelt der Roman trotz aller Schwächen eine gewisse Sogwirkung, weshalb der zweite Band durchaus einen Blick wert ist. (EP)