Buchrezension Linda Howard – Mister Perfekt

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LINDA HOWARD
Mister Perfekt
Mr. Perfect
Einzelband
Romantikthriller
Dezember 2001
Blanvalet
TB, €9,00

 

 


Jaine Bright lebt erst zwei Wochen in ihrem ersten eigenen Haus. Aber ihren Nachbarn hasst sie jetzt schon. Ständig kommt er in den frühen Morgenstunden nach Hause und veranstaltet dabei einen Höllenlärm. Wie soll sie ahnen, dass Sam Donovan kein Säufer, sondern ein hart arbeitender Polizist mit einem zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftigen Dienstplan ist. Wenn sie ihr neues Zuhause schon nicht genießen kann, wozu gibt es den regelmäßigen „Stammtisch“ mit ihren drei Freundinnen. An einem der fröhlichen Frauenabende diskutieren die vier Kolleginnen, ob es den perfekten Mann gibt, und erstellen eine Liste, welche Kriterien dieser erfüllen müsste. Der Spaß verselbständigt sich rasch, zunächst über das firmeneigene Intranet, später gelangt er an die Presse, und auch andere Medien werden darauf aufmerksam. Was als harmloser Witz geplant war, wird bald bitterer Ernst, als eine der Frauen ermordet wird.

So, wie die Freundinnen in der Geschichte nach dem perfekten Mann suchen, halten Leser Ausschau nach dem perfekten Roman. Linda Howard dürfte es gelungen sein, genau diesen aus ihrer Feder fließen zu lassen. Die Kombination aus Thriller und romantischer Komödie wird so spannend und gleichzeitig witzig präsentiert, dass für jeden Leser etwas dabei sein sollte. Die Hauptfiguren suchen ihresgleichen. Sam ist ein Prachtkerl, mit dem Jaine es aufgrund ihres lockeren Mundwerks jederzeit aufnehmen kann. Anfängliche Abneigung führt über einprägsame Wortduelle schließlich zu einer feurigen Beziehung. Morgendliche Telefongespräche über unbekleidete Besuche am eigenen Kühlschrank, als Vorspiel dienende Autowäschen – der Roman strotzt nur so vor unvergesslichen Szenen. Unübertroffen, wunderbar – für dieses Buch gibt es gar nicht genug Superlative. (TD)