Buchrezension Linda Howard – Die Doppelgängerin

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LINDA HOWARD
Die Doppelgängerin
To Die For
Band 1 der „Blair Mallory“-Serie
Romantikthriller
Juli 2005
Blanvalet/ beHEARTBEAT
TB, €8,95/ E-Book, €5,99

 

 


Blair Mallory beobachtet eines Abends nach Ladenschluss auf dem Parkplatz ihres Fitnesscenters einen Mord. Das Opfer ist eine ehemalige Kundin, die Blairs Auftreten und Aussehen kopiert hatte. Am Tatort erscheint ausgerechnet Lieutenant Jefferson Wyatt Bloodsworth, mit dem Blair vor zwei Jahren einige Verabredungen hatte. Die junge Frau zeigt dem Polizisten die kalte Schulter. Wyatt hingegen möchte die Beziehung wieder aufleben lassen. Als Anschläge auf Blair verübt werden, übernimmt er deshalb gerne die Rolle des Beschützers. Außerdem muss er herausfinden, ob man sich nur einer unliebsamen Zeugin entledigen möchte oder ob Blair von Anfang an das Ziel des Mörders war.

Mit der extrovertierten Südstaatenschönheit Blair Mallory ist Linda Howard neue Wege gegangen. Der Krimianteil tritt in den Hintergrund, wenn die Ich-Erzählerin in ihrer unbefangenen Art über Gott und die Welt philosophiert. Hauptsächlich handeln ihre an den Leser gerichteten Monologe von ihren Beziehungen zu Männern im Allgemeinen, ihrem treulosen Exmann und einem sexy Polizeiermittler im Besonderen. Die exzentrische Heldin kokettiert mit ihrem Image als dumme Blondine. Blair nutzt den Umstand, als ehemaliger Cheerleader regelmäßig unterschätzt zu werden, zu ihrem Vorteil aus. Sie wickelt jeden Mann um den Finger, nur bei Wyatt will es ihr nicht gelingen. So lebt die Geschichte von den zahlreichen Wortduellen zwischen den Protagonisten, welche als Vorspiel für die knisternden Liebesszenen dienen. Die Autorin bedient sich bewusst so manchem Klischee und versteht es meisterlich, Unterhaltung auf höchstem Niveau zu bieten. Bei dieser urkomischen Screwball-Krimikomödie bleibt kein Auge trocken. (TD)