Buchrezension Laila El Omari – Die englische Erbin

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LAILA EL OMARI
Die englische Erbin
Einzelband
Historischer Liebesroman
Februar 2006
Knaur
TB, €9,99/ E-Book, €9,99

 

 


Alec Delaney wird 1865 als als Jugendlicher in Kalkutta für ein Verbrechen eingesperrt, das er nicht begangen hat. Als er zehn Jahre später freikommt, ist er allein und ohne Perspektive. Durch unerwartete Hilfe kann er sich ein Leben aufbauen, welches ihn fortan zeitweilig geschäftlich nach England führt. Dort trifft er auf Lady Helena Ashington, die Tochter des Mannes, der ihn ohne Gerichtsverhandlung ins Gefängnis brachte. Alec hegt Gefühle für die junge Frau, auch wenn er es sich nicht eingestehen will. Auch Helena verliebt sich in den abweisenden Mann. Ihr Vater hat jedoch bereits eine standesgemäße Verbindung arrangiert. Aber erst als Alec sich von ihr abwendet, fügt sich Helena dem Willen des Familienoberhaupts. Ihr Leben mit Matthew ist geprägt von Höhen und Tiefen, Alec kann sie jedoch nie vergessen.

Laila El Omari legt mit ihrem Debüt einen Roman epischer Bandbreite vor. Die Geschichte erstreckt sich über gut zwanzig Jahre, in denen die Figuren an ihrem jeweiligen Schicksal wachsen. Immer wieder gibt es Berührungspunkte zwischen den Biographien der Protagonisten. Alec ist kein auf Rache sinnender Held. Im Gegenteil, nichts liegt im ferner als Helena Schaden zuzufügen. Doch ihre Liebe steht unter einem schlechten Stern, deshalb versucht er, die Beziehung rechtzeitig zu beenden. Er ahnt nicht, dass es dafür bereits zu spät ist. Die Heldin hat im Fortgang viel zu erleiden. Ein dominanter und herzloser Vater, eine ungeliebte Ehe und tragische Ereignisse setzen der einst lebenslustigen und freiheitsliebenden Frau schwer zu. Alles zusammen ergibt einen historischen Liebesroman voller Dramatik, der anrührend und bis zum Happy End mitreißend erzählt ist. (TD)