Buchrezension Kirsten Rick – Frischluftkur

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KIRSTEN RICK
Frischluftkur
Einzelband
Frauenroman
November 2006
Knaur/ dotbooks
TB, €7,95/ E-Book, €4,99

 

 


Ein kleines ländliches Dorf, wie es überall in Deutschland existieren könnte. Hier leben Tina, Petra, Marlies und Hanna. Die vier Frauen scheinen nicht so recht zum Rest der Dorfgemeinschaft zu gehören und so nutzt die zugezogene Petra die Gunst der Stunde und lädt die drei Leidensgenossinnen zu einer Putzparty ein. Doch der Abend verändert nicht nur die Putzgewohnheiten, sondern das ganze Leben der vier Freundinnen, denn Edith, die Produktpresenterin verheimlicht, das Fresh & Clean noch ganz andere Funktionen als das Saubermachen hat.

Um Kirsten Ricks neuen Roman „Frischluftkur“ zu mögen, muss man sich mit ihrem eher skurrilen Humor anfreunden. Die Charaktere haben alle ihre Macken und Schrullen, einige kann man mit Fug und Recht durchgeknallt nennen. Die Autorin karikiert die typischen Landfrauen und die ebenso typische Dorfgemeinschaft, wo sie nur kann. Da wird schon mal mit einem Trecker über halb zugefrorene Badeteiche gefahren, nur um die Sensationslust der gelangweilten Mitbewohner zu befriedigen. Die Grundidee des Buches ist ebenfalls absurd. Männer werden zurechtgebogen und Frauen mit Putzmitteldämpfen selbstbewusster gemacht. Doch im Prinzip geht es nur darum, dass die Hauptfiguren ihr Leben verändern, sich Träume erfüllen und nicht mehr die Augen vor der Realität verschließen. Kirsten Rick verbindet hier gekonnt Ernsthaftigkeit und Humor. Die Liebe geht aufgrund der Fülle an Figuren und der vielen lustigen Szenen zwar etwas unter, aber viele der Charaktere finden am Ende doch ihr Glück. (StS)