Buchrezension Kathy Brandt – Schwarze Korallen

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KATHY BRANDT
Schwarze Korallen
Under Pressure
Band 4 der „Hannah Sampson“-Serie
Thriller/ Romantikthriller
März 2007
Blanvalet
TB, €6,95

 

 


Eine Routineübung wird für Hannah Sampson, eingewanderte US-Ermittlungsbeamtin und Polizeitaucherin auf Tortola, zu einem gefährlichen Rettungseinsatz. Mit einem Kollegen beobachtet sie während einer Trainingsfahrt, wie ein Kleinflugzeug ins Meer stürzt. Zusammen gelingt es ihnen, Überlebende unter Wasser aus dem Wrack zu befreien, darunter den neunjährigen Simon. Hannah nimmt sich des verwaisten Jungen an. Gleichzeitig arbeitet sie auf Hochtouren, um die Absturzursache herauszufinden. Wegen eines anziehenden Tropensturms ist Eile geboten, Beweise zu sichern. Verschiedene Verdachtsmomente weisen darauf hin, dass es sich nicht um einen Unfall, sondern einen gezielten Anschlag handelt. Und wer skrupellos genug ist, den Tod vieler Unschuldiger billigend in Kauf zu nehmen, wird auch vor weiterer Gewalt nicht zurückschrecken, um seine Tat zu vertuschen. Ausgerechnet jetzt wird Hannah von ihrem Lebensgefährten Peter O’Brien verlassen.

Ein schweres Verbrechen und eine drohende Naturkatastrophe halten Hannah im vierten Teil ihrer Krimireihe vor Traumkulisse auf Trab. Ihre akribische Arbeit ist wieder einmal interessant zu verfolgen. Besonders die authentischen Schilderungen der Tauchgänge sind hervorzuheben, die das Gefühl vermitteln, hautnah dabei zu sein und mit den tropischen Fischen zu schwimmen. Die Untersuchungen über Wasser sind Teil eines spannungsgeladenen „Whodunnit“, bei dem die Auflösung alles andere als auf der Hand liegt. Denn obwohl neben Ich-Erzählerin Hannah zwischendurch immer wieder die Perspektive der Täter eingenommen wird, bleibt ihre Identität bis zum enttarnenden Showdown im Dunkeln. Kathy Brandt hat einen sehr klaren Schreibstil, der auf Ausschmückungen verzichtet. In der präzise ausgeführten Geschichte baut sie mit einfachen Mitteln Atmosphäre auf. Hannahs private Probleme runden das Bild ab. Wann aber jemals mit einer Fortsetzung, der man wegen einer dramatischen Entwicklung eigentlich entgegenfiebert, zu rechnen ist, steht nach so vielen Jahren in den Sternen. (TD)