Buchrezension Kathy Brandt – Dunkle Tiefen

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KATHY BRANDT
Dunkle Tiefen
Dark Water Dive
Band 2 der „Hannah Sampson“-Serie
Thriller/ Romantikthriller
April 2006
Blanvalet
TB, €6,95

 

 


Hannah Sampson hat den großen Schritt gewagt. Sie siedelt von Colorado auf die Britischen Jungferninseln über. Ausschlaggebend für ihren Entschluss waren, dem Stress als Detective und Polizeitaucherin in Denver zu entfliehen, das Wetter und wohl auch Peter O’Brien, der Segelflottenbesitzer, den sie bei ihrem letzten Fall auf Tortola kennengelernt hatte. In Road Town angekommen, hat Hannah kaum Zeit, sich auf ihrem Boot häuslich einzurichten. Stattdessen wird sie von ihrem neuen Arbeitgeber, dem Polizeichef der Inselhauptstadt, sofort mit einem Fall betraut. Eine Touristin hat ihren Ehemann als vermisst gemeldet. Für Hannah eine wenig herausfordernde Aufgabe, bis die Leiche des Mannes mit einer Ankerkette beschwert in den Küstengewässern entdeckt wird. Die Polizistin muss nun herausfinden, ob der unbescholtene Urlauber lediglich Opfer eines Eifersuchtsdramas wurde oder ob mehr hinter der Sache steckt.

Schon zum zweiten Mal ermittelt Hannah Sampson im karibischen Paradies. Wobei das Verbrechen auch vor dem vermeintlichen Garten Eden nicht Halt macht. Wieder dürfen die Leser die gestandene und leicht geheimnisumwitterte Ich-Erzählerin bei der Aufklärung eines Mordes begleiten – und auch ein bisschen an ihren romantischen Verwicklungen teilhaben. Wie schon im ersten Fall wird die Geschichte sehr temporeich und geradlinig erzählt, sodass sie sich fast wie von selbst liest. Als Leser hat man Spaß an der Story, den Figuren und natürlich am traumhaften Ambiente. Die Autorin hat stets ein Auge darauf, neben dem Krimiplot auch noch ein paar Belange der Einheimischen in das Buch einfließen zu lassen. So erfährt man nebenbei auch Interessantes über das Leben der Inselbewohner und die schützenswerte Tropenlandschaft über und unter Wasser. Kathy Brandt liefert damit karibische Krimi-Unterhaltung pur. (TD)