Buchrezension Kat Martin – Lodernde Küsse

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KAT MARTIN
Lodernde Küsse
Desert Heat
Band 2 der „Sinclair-Schwestern“-Serie
Romantikthriller
Juni 2006
Blanvalet
TB, €7,00

 


Um Recherche für ihre Doktorarbeit über Cowgirls im Wilden Westen zu betreiben, schließt sich Patience Sinclair für mehrere Wochen einer fahrenden Rodeo-Truppe an. Das bietet ihr auch die Möglichkeit, einem ehemaligen Freund, der sie nicht in Ruhe lassen wollte, aus dem Weg zu gehen. Patience ist fasziniert von der Welt der Cowboys, Pferde und wilden Stiere. Auch das Herumreisen macht ihr Spaß. Besonderen Eindruck hinterlässt der mehrfache Weltmeister Dallas Kingman bei der sonst sehr reservierten jungen Frau. Anfängliche Antipathie schlägt schnell auf beiden Seiten in großes Gefallen um. Patience ist sich aber ziemlich sicher, dass die Romanze ihr mehr bedeutet als ihm und sowieso nach dem Sommer vorbei sein wird, da sie zu verschieden sind. Dallas hat noch ganz andere Probleme: Er will seinen Titel verteidigen, und jemand scheint das Rodeounternehmen seines Onkels zu sabotieren.

Der zweite Teil der „Sinclair-Schwestern“-Trilogie kommt nicht an den sehr guten Auftakt von „Glut und Eis“ heran. Die Kulisse des Rodeozirkus ist zwar mal ein anderes Setting, und die Autorin versteht es sehr gut, die Atmosphäre solcher Ereignisse zu vermitteln. Der Konflikt der Hauptfiguren ist dagegen eher gewöhnlich und wirkt etwas aufgebauscht. Nach anfangs scheinbar unüberbrückbaren Unterschieden passen Patience und Dallas am Ende natürlich doch perfekt zusammen. Die Liebe der Protagonisten ist dabei stellenweise etwas klischeehaft geraten, besonders bezogen auf den Beginn der intimen Beziehung. Auch die beiden Kriminebenstränge – der Stalker und die Sabotage – sind nur durchschnittlich spannend. Durch ihren kurzweiligen Schreibstil macht Kat Martin aber sehr viel wett. So kommt am Ende ein moderner Westernliebesroman mit jeder Menge Cowboyflair, aber wenig Überraschungen dabei heraus. (TD)