Buchrezension Kat Martin – Glut und Eis

Werbung
Werbung

 

KAT MARTIN
Glut und Eis
Midnight Sun
Band 1 der „Sinclair-Schwestern“-Serie
Romantikthriller
November 2005
Blanvalet
TB, €7,00

 


Charity Sinclair möchte ihrem eintönigen Leben in Manhattan entfliehen. Die Beziehung zu ihrem Freund ist wenig erfüllend. Ihre Arbeit in einem Verlag ist zwar interessant, aber schon von Kindesbeinen an wollte sie ein Abenteuer erleben. Und weil es ihr die Geschichten um den Goldrausch angetan haben, hat sich Charity kurzerhand einen kleinen Claim in der kanadischen Wildnis gekauft. Am Yukon angekommen muss sie feststellen, dass sie zwar viel über den historischen Hintergrund der Goldgräber weiß, von der praktischen Arbeit aber rein gar nichts versteht. Mit tatkräftiger Unterstützung einiger Urgesteine macht sie jedoch nicht nur die halb verfallene Hütte auf dem Grundstück bewohnbar, schon bald schürft sie auch nach Gold. Dabei kommt sie ihrem Nachbarn in die Quere. Denn der Einsiedler McCall Hawkins liebt nichts mehr als die Ruhe und Abgeschiedenheit. Und diese werden sowohl von Charitys Aktivitäten als auch ihrer ansehnlichen Erscheinung empfindlich gestört.

Zuerst nimmt Kat Martin ihre Leser mit auf eine Erlebnisreise unter der kanadischen Mitternachtssonne. Langsam entspinnt sie dann eine leise Liebesgeschichte zwischen der quirligen Blondine aus der Großstadt mit Hang zum Abenteuer und dem vor sich hin brütenden Witwer, der den Verlust seiner kleinen Familie in der einsamen Landschaft zu vergessen sucht. Vor der beeindruckenden Kulisse von Bergen, Wäldern und eisigen Seen lässt die Autorin ihre Protagonisten aber noch dramatische Gefahren in einem beigemischten Thrillerplot durchleben, bevor sie ihnen ein Happy End gönnt. Die verschiedenen Handlungsstränge sind dabei wunderbar miteinander verwoben. Neben der faszinierenden Geschichte belohnt die Lektüre vor allem mit großen Gefühlen, die den ersten Band um die Sinclair-Schwestern zu einem wahren Schmöker machen. (TD)