Buchrezension Kat Martin – Gefährliches Paradies

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KAT MARTIN
Gefährliches Paradies
Deep Blue
Band 3 der „Sinclair-Schwestern“-Serie
Romantikthriller
Februar 2007
Blanvalet
TB, €7,00

 


Eigentlich sollte es ein Traumauftrag sein, eine Reportage über eine Schatzsuche vor einer karibischen Insel zu schreiben. Hope Sinclair sieht das im Moment allerdings anders. Sie wurde dafür von einer interessanten Recherche über einen Seniorenwohnsitz, dem die Räumung droht, abgezogen. Zu allem Übel wurde auch noch in ihre Wohnung eingebrochen. Trotzdem macht sie sich auf den Weg ins Sonnenparadies, um die gewünschte Story zu schreiben. Connor Reese, der Leiter des Bergungsteams, macht ihr unmissverständlich klar, wie ihm die Entscheidung der Geldgeber missfällt, ihrem Projekt Publicity zu verschaffen. Der Ex-SEAL befürchtet, dass zu viel Aufmerksamkeit unliebsame Glücksritter anlocken könnte. Und tatsächlich tauchen bald Schwierigkeiten auf. Das hält Hope und Connor aber ebenso wenig wie ihre Beziehungsphobie davon ab, eine heiße Affäre zu beginnen.

Mit „Gefährliches Paradies“ beschließt Kat Martin ihre Trilogie um die Sinclair-Schwestern. Der letzte Single der Familie kann dem Spruch „Und sie lebten glücklich bis an ihr Ende“ nichts abgewinnen. Für sie zählt nur ihr Beruf, von Beziehungen will sie konsequent die Finger lassen, nachdem sie sich diese einmal gehörig verbrannt hat. Das trifft auf Connor genauso zu. Dafür lassen sich die beiden allerdings ziemlich anstandslos miteinander ein. Wie es das abgedroschene Klischee will, können sie sich aber nicht eingestehen, dass der Sex gar nicht so unverbindlich ist, sondern eine Armada von Gefühlen dahintersteht. Dieses gängige Handlungsmuster kann die erfahrene Autorin leider auch nicht interessanter machen, als es ist. Ähnlich unbefriedigend wie die Lovestory wird auch der Thrilleranteil abgehandelt, der bis auf gelungene Unterwasserabenteuer mehr vor sich hinplätschert. (TD)