Buchrezension Jojo Moyes – Weit weg und ganz nah

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JOJO MOYES
Weit weg und ganz nah
The One Plus One
Einzelband
Frauenroman
Mai 2014
Rowohlt Polaris
PB, €14,99/ E-Book, €12,99

 

 


In Jess Thomas’ Leben läuft es derzeit alles andere als rund. Mit zwei Kindern und von ihrem Mann verlassen kämpft die junge Frau tagtäglich um die Existenz ihrer kleinen Familie. Als ihre hochbegabte Tochter Tanzie ein Stipendium einer angesehenen Privatschule erhalten kann, scheint wenigstens ihr Weg aus der Misere gesichert. Doch Jess kann den kleinen Rest Schulgeld nicht aufbringen und will das Stipendium schweren Herzens ablehnen. Da findet sie bei der Arbeit 500 Dollar – genau die Summe, die ihr noch fehlt. Jess schwört sich, jeden Cent zurückzuzahlen, wenn ihre Tochter bei einer Matheolympiade gewinnt, aber auf dem Weg dorthin geht erneut alles schief. Da taucht plötzlich Jess’ Arbeitgeber Ed Nicholls auf und bietet an, sie und die Kinder hinzubringen. Aus der zweckdienlichen Fahrgemeinschaft wird schnell mehr, doch Jess’ Diebstahl schwebt wie ein Damoklesschwert über ihrer aufkeimenden Freundschaft zu Ed.

Mit „Weit weg und ganz nah“ versucht Jojo Moyes, an den überwältigenden Erfolg ihres Bestsellers „Ein ganzes halbes Jahr“ anzuknüpfen. Rein thematisch betrachtet hätte das durchaus gelingen können, doch bei näherer Betrachtung fehlen der Geschichte Höhen und Tiefen sowie das richtige Maß an Spannung. Nett und kurzweilig zu lesen ist sie durchaus, nur der zündende Funke springt einfach nicht richtig über. Wer Roadmovies mag, wird an diesem Buch sicher Gefallen finden, und auch Freunde der leichten Unterhaltung sind mit ihm gut beraten. Zu hoch sollten die Ansprüche aber nicht sein, sonst droht Enttäuschung. (EP)