Buchrezension Jenny McLachlan – Flirty Dancing

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JENNY MCLACHLAN
Flirty Dancing
Flirty Dancing
Band 1 der „Ladybirds“-Serie
Jugendbuch/ Gegenwartsliebesroman
Juni 2015
Loewe
TB, € 7,95/ E-Book, € 6,99

 

 


Beatrice Hogg ist eigentlich ein lebensfroher Mensch. Doch sobald sie in ihre Schule geht, verschwindet diese Seite von ihr hinter Schüchternheit und Zurückhaltung, denn dort will sie möglichst unauffällig sein und so den Attacken ihrer fiesen Mitschülerin entgehen, die sie ständig schikaniert und bloßstellt. Immer mehr zieht Bea sich zurück, bis ihre Oma sie für den Tanzwettbewerb Starwars anmeldet, und das auch noch zusammen mit einem Jungen. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, handelt es sich dabei um Ollie Matthews, den Schulschwarm und Freund ihrer Erzfeindin. Bea ist hin- und hergerissen, denn einerseits liebt sie das Tanzen und mit der Zeit auch die Stunden, die sie mit Ollie verbringt, andererseits fragt sie sich jedoch, warum er ausgerechnet sie als Partnerin will und ob sie am Ende vielleicht nur wieder gedemütigt werden soll.

Jugendbuchautorin Jenny McLachlan ist mit dem ersten Band ihrer „Ladybirds“-Serie, in dem sie das leidige Thema Mobbing thematisiert, am Puls der Zeit. Sie erzählt darin aber nicht nur, wie es das Leben beeinflusst, sondern auch davon, wie einem nahestehende Menschen und eine Leidenschaft für eine Sache Selbstbewusstsein einflößen und so helfen können, den Schwierigkeiten ins Gesicht zu sehen und sich ihnen zu stellen. Dass Tanzen das Leben verändern kann, ist hier nicht nur ein Spruch. Beas Entwicklung von einer grauen Maus, die alles mit sich machen lässt, hin zu einem selbstbewussten jungen Mädchen ist wunderbar beschrieben. Es fällt leicht, ihre Gedanken nachzuempfinden und ihr Verhalten zu verstehen. Aber auch die anderen Charaktere sind anschaulich dargestellt. Nicht nur junge Leser werden hier zum Nachdenken angeregt – oder zum Schwärmen gebracht, denn die erste große Liebe spielt nebenbei auch noch eine Rolle. (SL)