Buchrezension Jennifer Estep – Frostkuss

Werbung
Werbung

 

JENNIFER ESTEP
Frostkuss
Touch of Frost
Band 1 der „Mythos Academy“-Serie
Jugendbuch/ Übersinnlicher Roman
März 2012
IVI
PB, € 14,99, TB, € 9,99/ E-Book, € 9,99

 

 


Gwen Frost verfügt über ein außergewöhnliches Talent, das sich die „Gypsy-Gabe“ nennt. Die Siebzehnjährige ist in der Lage, mit nur einer Berührung alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu erfahren. Auf der Mythos Academy soll sie zusammen mit anderen Schülern wie Spartanern, Walküren oder Amazonen lernen, ihre Gabe sinnvoll einzusetzen und so gegen den finsteren Gott Loki zu kämpfen. Als auf der Akademie plötzlich eine Schülerin ermordet aufgefunden wird, lässt Gwen das Gefühl nicht los, dass mehr dahintersteckt, als alle anderen vermuten. Deshalb stellt sie Nachforschungen an und begibt sich damit nicht nur selbst in Gefahr, sondern muss auch erkennen, dass sie all ihre Kräfte und Fähigkeiten brauchen wird, um gegen einen immer übermächtiger werdenden Feind bestehen zu können.

Der Auftakt der „Mythos Academy“-Serie ist Jennifer Estep trotz eines etwas holprigen Anfangs gut gelungen. Zuerst wird etwas zu ausschweifend über die Akademie und Götter erzählt, sobald der Mord geschieht, ist dies jedoch schnell vergessen. Die Autorin wechselt nun zwischen Unterrichtssequenzen, in denen die Leser noch weiter in die Geheimnisse der ungewöhnlichen Schule eingeweiht werden, und Gwens Suche nach der Wahrheit hin und her. Die Ich-Erzählerin schließt man dabei sofort ins Herz mit ihrer gleichzeitig schüchternen und ironischen Art, auch wenn ihre häufig auftretenden Wortwiederholungen etwas stören. Nach einigen überraschenden Wendungen und einem kleinen Showdown endet das Buch zwar in ruhigem Ton, aber auch in dem Wissen, dass die Schlacht noch lange nicht vorbei ist. Das macht natürlich neugierig auf die Fortsetzungen. (MK)