Buchrezension Erin Watt – Paper Princess – Die Versuchung

Cover - Watt, Erin - Paper Princess - Die Versuchung - Piper

 

 

Contemporary/ New Adult
ERIN WATT
Paper Princess – Die Versuchung
Paper Princess
Übersetzt von Lene Kubis
März 2017
Piper, PB, 12,99 EUR/ E-Book, 9,99 EUR

 


Ella Harper hat in ihrem jungen Leben bereits einige schwere Schicksalsschläge erlitten. Als auch noch ihre Mutter stirbt, muss die Siebzehnjährige sich plötzlich ganz allein durchbeißen. Da taucht aus heiterem Himmel ein Freund ihres ebenfalls verstorbenen Vaters, den sie nie kennengelernt hat, auf und eröffnet der Schülerin, ihr Vormund zu sein. Von einem Tag auf den anderen wird Ella von dem Milliardär Callum Royal aus den ärmlichen Verhältnissen, in denen sie aufgewachsen ist, in eine Welt voller Luxus katapultiert – und in einen testosterontriefenden Männerhaushalt. Callums fünf Söhne sind zwar äußerst attraktiv, doch nehmen sie das Mädchen alles andere als mit offenen Armen auf. Ella merkt bald, dass die Royals nicht so sind, wie sie vorgeben zu sein. Trotz allem verliebt sie sich ausgerechnet in Reed, der sie besonders schlecht behandelt. Auch sonst hat sie in ihrem neuen Umfeld mit vielem zu kämpfen, doch unterkriegen lässt sie sich nicht.

Elle Kennedy und Jen Frederick, die unter dem Pseudonym Erin Watt zusammenarbeiten, entführen ihre Leser mit der „Royals“-Serie nicht etwa in Adelskreise, wohl aber in die amerikanische High Society. Das ist im Auftaktband für die junge Protagonistin eine immense Umstellung, doch Ella imponiert schnell als taffe junge Frau und starke Persönlichkeit. Die Ich-Erzählerin lässt die Leser hautnah teilhaben an ihrer Zerrissenheit – auf der einen Seite der Sehnsucht nach ihrer verstorbenen Mutter und auf der anderen der Eingewöhnung in einen völlig neuen Alltag –, aber genauso daran, hinter das Geheimnis der Royals zu kommen. Die Autorinnen bedienen einige Klischees, und das nicht nur über das vermeintlich pompöse Leben der Reichen und Schönen. Aschenputtel trifft hier auch auf ihren Prinzen, der allerdings in Gestalt eines sexy Bad Boys daherkommt. Reeds anfänglich abschätzige Haltung verstärkt jedoch eher noch das Knistern zwischen ihm und Ella. Ins Herz geschlossen wird mit Easton aber zunächst einer der Nebencharaktere. Das Sandwich-Kind ist wild und frech, dabei aber sehr herzlich. Obwohl die Geschichte recht überzogen daherkommt und vor allem das Verhalten der Brüder oft abschreckt, entwickelt sie eine Faszination und eine Sogwirkung, die einen, auch wegen des Cliffhangers am Ende, der Fortsetzung entgegenfiebern lässt. (SW)

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