Buchrezension Elisabeth Büchle – Die Magd des Gutsherrn

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ELISABETH BÜCHLE
Die Magd des Gutsherrn
(neu aufgelegt unter dem Titel Winterstürme)
Einzelband
Christlicher Liebesroman/ Historischer Roman
März 2007
Gerth (Neuauflage bei Weltbild)
HC, €17,95/ E-Book, 8,99

 

 


Schwarzwald, 1866. Theresa ist eine junge Magd im Gutshaus des Lukas Biber. Er selbst hat sie in einer eiskalten Winternacht dem Tode nahe gefunden. Die junge Frau kann sich weder daran erinnern, woher sie kommt, noch wer sie ist. Ohne jegliche Identität darf sie als Theresa im Hause ihres Retters arbeiten. Sie ist dankbar für diese Hilfe, aber ihre Amnesie quält sie in jeder Minute ihres Lebens und so versucht sie, so oft es ihr möglich ist, etwas über sich selbst herauszufinden. Sie geht jedem Hinweis nach und verliert nie die Hoffnung, ihre wahre Herkunft aufzuspüren. Doch auch ihre Familie hat Theresa nie aufgegeben und versucht, die verlorene Tochter zu finden.

Mit ihrem zweiten Roman „Die Magd des Gutsherrn“ ist der Autorin Elisabeth Büchle ein fesselnder historischer Roman mit christlichem Einfluss gelungen. Gerade bei Inspirationals verlassen sich die meisten deutschen Verlage auf amerikanische Bestsellerautoren. Umso erfreulicher ist es, dass eine deutsche Autorin dem Genre neue Facetten abgewinnt. Die historischen Details sind genau recherchiert und sehr gut in die Handlung eingearbeitet. Theresas Suche nach ihrer Vergangenheit ist eine spannende Schnitzeljagd, die das Buch zu einem echten Leseerlebnis macht. Auch sprachlich weiß die Autorin zu überzeugen. Ihr Stil ist kraftvoll und flüssig und ihre unaufdringliche Art, christliches Gedankengut in die Handlung einzuflechten, ist bemerkenswert. Hinzu kommen die wunderbaren Charaktere, die bis in die kleinste Nebenfigur zu überzeugen wissen. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, ist jedoch nicht ohne Probleme, so dass man bis zum Ende zittert, ob Theresas Glück sich erfüllt. (StS)