Buchrezension Dorothea Böhme – Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel

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DOROTHEA BÖHME
Auf dem falschen Dampfer kommt man auch ans Ziel
Einzelband
Frauenroman
Juli 2015
Blanvalet
TB, € 9,99/ E-Book, €8,99

 

 


Als Juliane Schuster von ihrer Ärztin erfährt, dass sie vom Krebs geheilt ist, weiß sie erst einmal nicht, wie sie mit dieser positiven Nachricht umgehen soll. Schließlich hat sie schon ihren Job in weiser Voraussicht gekündigt und auch ihre Wohnung und ihr Auto verkauft. Nun muss sie ihr Leben von jetzt auf gleich neu planen, und das am besten gesünder als vorher. Die Frauen aus ihrem Yoga-Kurs legen ihr dringend ans Herz, sich als erstes mit ihren zwei jüngeren Schwestern auszusöhnen. Mit ihnen herrscht Krieg, seit Juliane das gemeinsam geerbte Elternhaus einfach verkauft hat. Mit ein paar Tricks lädt sie Ricarda und Trixie auf eine Donau-Kreuzfahrt ein, um sich mit ihnen zu versöhnen. Doch sie haben eigene Probleme, von denen Juliane nichts ahnt. Und auf dem Schiff geht es auch nicht gerade ruhig zu.

Dorothea Böhme erzählt mit viel Charme und Witz über drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Juliane ist die Älteste, die stets alles plant und nichts aus der Hand geben mag, während Ricarda als Mittlere immer wieder Probleme mit Männern hat, die sie schamlos ausnutzen. Trixie als Nesthäkchen studiert immer noch und scheint nicht zu wissen, was sie will. Da die Erzählperspektive zwischen den drei Schwestern hin und her wechselt, fällt es nicht schwer, sich in die jeweilige Figur hineinzuversetzen. Die Flusskreuzfahrt ist ein ungewöhnliches Setting, das mit vielen unterhaltsamen Momenten aufwartet und auch mit skurrilen Nebenfiguren, die oft Anlass zum Schmunzeln geben. Schließlich trägt noch der angenehme Schreibstil dazu bei, dass sich mit der Lektüre ein paar amüsante Lesestunden verleben lassen, bei denen am Ende sogar ein bisschen Liebe in der Luft liegt. (MS)