Buchrezension Diana Gabaldon – Feuer und Stein

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DIANA GABALDON
Feuer und Stein
Outlander
Band 1 der „Outlander“-Serie
Historischer Liebesroman/ Zeitreiseliebesroman/ Historischer Roman
Mai 2015
Knaur
PB, € 16,99/ E-Book, €14,99

 

 


Die englische Krankenschwester Claire Randall verbringt 1946 in Schottland zweite Flitterwochen mit ihrem Mann, dem Historiker Frank. Beide müssen sich nach den Kriegswirren erst wieder einander annähern, doch sie werden jäh auseinandergerissen, als Claire beim Berühren eines Steinkreises in das Jahr 1743 katapultiert wird. In dem Glauben, in die Kulisse eines historischen Films geraten zu sein, macht Claire die unliebsame Bekanntschaft mit Franks Vorfahren Jonathan Randall, einem barbarischen Dragoner der englischen Armee. Doch Claire wird von einer Bande Hochlandschotten gerettet und muss sich langsam aber sicher mit der Wahrheit vertraut machen, wirklich in die Vergangenheit gereist zu sein. Zu der Sehnsucht nach Frank kommen schon bald aufkeimende Gefühle für den jungen Schotten Jamie Fraser, der ihr nicht nur einmal das Leben rettet.

Es war Anfang der 1990er Jahre, dass Diana Gabaldon mit dem Start ihrer Saga um Jamie und Claire Leser auf der ganzen Welt begeisterte. Im Zuge der TV-Serienverfilmung entdeckt gerade eine neue Generation diese wunderschöne Liebesgeschichte, die an Detailreichtum, Leidenschaft und sprachlicher Lebendigkeit ihresgleichen sucht. Mit dem hiesigen Verlagswechsel von Blanvalet zu Knaur hat der Roman auch endlich die Übersetzung, die ihm zusteht, bekommen und die Fans somit eine rund zweihundert Seiten längere Neufassung. Barbara Schnell, die langjährige Freundin der Autorin und seit dem vierten Band ihre Übersetzerin, verleiht dem bisher auf Deutsch gekürzten Buch einen neuen Charme, sodass selbst nach so langer Zeit Gabaldons Humor, die historische Genauigkeit, aber vor allem die Figuren noch immer für Verzückung sorgen. Denn die haben Ecken und Kanten, begehen Fehler, sind halsstarrig, leidenschaftlich und liebenswert und dabei so real, dass man ihnen nach wenigen Seiten verfällt. Eigentlich längst ein Klassiker ist die „Mutter aller Highlandromane“ einfach ein Muss für jeden Liebesroman-Fan. (StS)