Buchrezension Denise Grover Swank – Neunundzwanzigeinhalb Gründe

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Krimi/ Paranormal
DENISE GROVER SWANK
Neunundzwanzigeinhalb Gründe
Twenty-Nine and a Half Reasons
Übersetzt von Jeannette Bauroth
April 2015
Self-Published, TB, 12,83 EUR/ E-Book, 2,99 EUR

 


Seit vier Wochen ist Rose Gardner nun mit dem Polizisten Joe Simmons zusammen, auch wenn ihre Schwester Violet ihn nicht leiden kann. Als gerade wieder Ruhe in ihr Leben einkehrt, wird Rose als Geschworene in einem Mordfall berufen. Zwar deutet alles darauf hin, dass Bruce Wayne Decker zu Recht angeklagt ist, doch Rose weiß dank ihrer besonderen Fähigkeiten, dass er unschuldig ist. Obwohl eine Vision und ein belauschtes Telefongespräch ihre einzigen Hinweise dafür sind, lässt sie sich nicht aufhalten und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Sowohl Joe als auch der am Prozess beteiligte Staatsanwalt Mason Deveraux III. versuchen, Rose von ihren Nachforschungen abzuhalten. Doch trotz ihrer Schutzgarde gerät sie immer tiefer in den Fall hinein und schwebt schon bald selbst in Gefahr.

Auch der zweite leicht übersinnlich angehauchte Krimi mit Rose Gardner sorgt wieder für viel Schmunzeln und Spannung. Wie schon der Vorgänger, der nicht zwangsläufig vorher gelesen werden muss, hat der Roman eine ganz eigene und unkonventionelle Art, die manchmal schon fast ein wenig skurril wirkt, ihn aber gerade so besonders macht. An der guten Portion Humor hat die sympathische Hauptfigur einen maßgeblichen Anteil. So sehr Rose einfach alle in den Wahnsinn treibt, würde ohne ihre Hartnäckigkeit und Neugier doch so manches ganz anders laufen. Obwohl Denise Grover Swank immer wieder neuer Spuren legt, bleibt die Aufklärung fesselnd, und wer der wahre Täter ist, stellt sich wirklich erst spät heraus. Alles in allem sorgt die Serienheldin erneut für erfrischende Abwechslung im Krimi-Genre. (SL)