Buchrezension Dee Henderson – Jennifer

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DEE HENDERSON
Jennifer
Jennifer
Prequel zur „O’Malley“-Serie
Christlicher Liebesroman/ Frauenroman
März 2015
Francke
HC, € 9,95/ E-Book, €7,99

 


Jennifer O’Malley geht völlig in ihrem Beruf als Kinderärztin auf. Zu ihren kleinen Patienten auf der Krebsstation an einem Krankenhaus in Dallas hat sie einen besonderen Draht, nicht zuletzt, weil sie selbst keine unbeschwerte Kindheit hatte. Ihre Vergangenheit als Waise nahm jedoch ein glückliches Ende, als sie mit anderen ehemaligen Pflegekindern einfach ihre eigene Familie gründete, in der sie als Nesthäkchen von den älteren „O’Malley-Geschwistern“ besonders behütet wird, obwohl diese weitab in Chicago leben. Als Jennifer dem Chirurgen Tom Peterson begegnet, merkt sie erst, was ihr im Leben noch gefehlt hat. Sowohl seine Gutherzigkeit als auch sein starker Glaube berühren etwas tief in ihrer Seele, und so verliebt sie sich nicht nur in diesen Mann, sondern auch in Gott. Doch gerade als sie einer glücklichen Zukunft entgegenzusehen scheint, wird ihr ein bitteres Los zuteil.

Mit ihren Büchern über die ungewöhnliche O’Malley-Familie legte Dee Henderson Ende der 1990er Jahre den Grundstein für ihre Karriere als erfolgreiche Autorin. Durch diese christlichen Romantic-Suspense-Romane zog sich auch immer das Schicksal von Jennifer, das das Leben ihrer Wahl-Geschwister maßgeblich beeinflussen sollte. Wer die Serie schon kennt, weiß natürlich, was mit ihr passiert, und wird trotzdem von diesem sechzehn Jahre später nachgeschobenen Prequel, in dem es abweichend zu den bisherigen Bänden keinen Krimiplot gibt, tief ergriffen. Denn bei aller Härte, die hier am Ende zuschlägt, strahlt der Kurzroman doch eine unglaubliche Wärme aus. Der Glaube hat daran einen entscheidenden Anteil, er wird aber nicht plakativ missionarisch eingesetzt, sondern als Kraftquelle für das zauberhafte Heldenpaar, dessen Liebe zu Tränen rührt. (TD)