Buchrezension Dagmar Geisler – Siebzehneinhalb Methoden, Tim Birkmann um die Ecke zu bringen

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DAGMAR GEISLER
Siebzehneinhalb Methoden, Tim Birkmann um die Ecke zu bringen
Einzelband
Jugendbuch
September 2014
dtv
TB, € 9,95/ E-Book, €7,99

 

 


Nur weil ihre Eltern ihr Traumhaus gefunden haben, musste Johanna umziehen und die Schule wechseln. Ihre Freunde sieht sie nur noch selten, und jetzt hat sie nicht einmal mehr ihr Lieblingsfach Kunst. Dabei zeichnet sie für ihr Leben gern, auch wenn noch nicht mal die eigene Familie dem Talent der Halbschwester des aufstrebenden Malers Serge Schnyder viel Beachtung schenkt. Missachtung erfährt Jojo auch von Tim Birkmann, der nach einem Studienjahr in Amerika plötzlich in ihrem Mathekurs auftaucht. Er scheint seine frühere Sandkastenfreundin überhaupt nicht mehr zu kennen. Um ihre angestaute Wut loszuwerden, denkt sich Jojo äußerst skurrile Verfahren aus, um „Klein Timmy“, der leider inzwischen recht groß und ziemlich süß ist, zu meucheln, und hält diese zeichnerisch fest. Jetzt darf ihr Journal nur nicht in die falschen Hände geraten, schon gar nicht in Tims, der sich als doch ganz nett entpuppt.

Autorin und Illustratorin Dagmar Geisler hat ihr Jugendbuch „Siebzehneinhalb Methoden, Tim Birkmann um die Ecke zu bringen“, das einen schon dank des ulkigen Titels zum Schmunzeln bringt, nicht nur mit spitzer Feder geschrieben, sondern auch gleich mit entsprechend frechen und witzigen Zeichnungen versehen. Ausgerichtet ist es auf junge Mädchen ab ungefähr zwölf Jahren, dementsprechend kurz ist es. Die rund 150 Seiten mit vielen Bildern reichen aber genau aus, um die herzallerliebste Teenie-Romanze mit großem Comedy-Faktor zu erzählen – und damit sogar erwachsene Leser mitgrinsen und mitschmachten zu lassen. Jojo ist eine herrlich aufgeweckte Ich-Erzählerin mit dem Herz auf dem rechten Fleck und in Gedanken immer mit dem passenden Spruch auf den Lippen. Wer sich mit ihr nicht amüsiert, ist eigentlich selber schuld. (TD)